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Geld

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Anleitung für ein Geldexperiment, um eine positive Haltung zu Finaziellem zu bekommen
Geldexperiment: für eine positive Haltung

individuell ökologisch sozial

Geld kann eine positive Macht entfalten – wenn du dazu bereit bist. Mit dem Geldexperiment kannst du negative Glaubenssätze los werden. Nutze dazu unsere Druckvorlage! Unser Verhältnis zum Geld ist von vielen Glaubenssätzen und Mythen geprägt. Alleine das Geld selbst ist eine Fiktion: Es ist nichts Reales – es ist nur eine Vereinbarung unter einer bestimmten Anzahl von Menschen, dass dieser bedruckte Papierlappen oder jedes geprägte Metallstück einen bestimmten Wert hat. Und doch ist Geld ein Fiktion mit unglaublich weitreichenden Folgen!Verändere deine Haltung!Vielleicht deshalb haben viele Menschen, die sich für den öko-sozialen Wandel einsetzen, ein schwieriges Verhältnis zum Geld. Es ist oft nicht genug davon da. Und es scheint auch irgendwie etwas Schlechtes zu sein. Dabei liegt viel positive Veränderungskraft darin, die eigene Haltung zum Geld zu verändern. Denn Geld ist nur eine von vielen Ressourcen – wie Kreativität, Tatkraft oder Liebe –, die man braucht, um ein öko-soziales Projekt erfolgreich zu verwirklichen.Und wenn wir Geld als eine positive Ressourcen ansehen und anwenden, dann kann daraus auch viel Gutes entstehen: Wir können Geld in die Projekte, Unternehmen und Organisationen investieren, die die Welt so mitgestalten, wie wir uns das wünschen. Wir können anderen Menschen mit Hilfe finanzieller Unterstützung unsere Wertschätzung zeigen, ihnen Mut, Freiheit und die innere Ruhe schenken, die notwendig sind, um sich den Herausforderungen in unserer Welt zu stellen.Das GeldexperimentDrucke die PDF-Vorlage aus und entwickele dein Geldexperiment, um an deinen negativen Glaubenssätzen zu arbeiten. Weitere Tipps zum Ausfüllen findest du unten. Geldexperiment (PDF) Warum überhaupt ein Experiment?Du siehst also, eine positive Haltung dem Geld gegenüber zu entwickeln und Geld dann anders, konstruktiv einzusetzen, hat eine gewaltige Veränderungskraft. Diesen Schritt kannst du aber nicht einfach von heute auf morgen gehen. Es ist nicht nur eine Sache des Kopfes. Es reicht nicht, einmal darüber nachzudenken – und schon hast du eine andere Haltung. Vielmehr hat sie sich über viele Jahren hinweg mehr oder weniger unbewusst aufgebaut. Deshalb ist es auch ein längerer Prozess, deine Einstellung zu verändern.Eine Hilfe dabei können unserer Erfahrung nach Experimente sein. Wir setzen sie selbst gerne eine. Und zwar immer dann, wenn wir uns selbst etwas beweisen wollen: Zum Beispiel, dass wir etwas tun können, von dem wir nicht ganz sicher sind, ob das stimmt. Oder wenn wir uns beweisen wollen, dass ein negativer Glaubenssatz nicht der Wahrheit entspricht. Beides ist natürlich eine Herausforderung, die mal mehr, mal weniger Mut erfordert. Denn es könnte ja auch sein, dass es doch stimmt und dann tappen wir in die Falle!Mit einem Experiment kannst du dir für solch einen Fall einen sicheren Rahmen geben. Du kannst genau bestimmtenwie lange das Experimente gehen sollwann es stattfinden soll (wähle einen günstigen Zeitpunkt)welche Variablen es gibt (sie bestimmen, wie leicht oder schwer das Experiment für dich wird)was deine Ziele sind (was genau willst du beweisen oder widerlegen?)welches Risiko du eingehst (was bist du bereit zu verlieren bzw. zu riskieren?)So machst du dein GeldexperimentDu kannst dir die Vorlage für das Geldexperiment als PDF-Datei herunterladen, ausdrucken und bei deinem Geldexperiment ausfüllen. Folge dabei den Schritten auf dem PDF bzw. wie wir sie im folgenden erklären:1. Negative GlaubenssätzeDer erste Schritt für dein Geldexperiment ist, dass du dir zunächst einmal ganz ehrlich bewusst machst, welche negativen Glaubenssätze du in Bezug auf das Geld überhaupt hast. Gaubenssätze sind meist unbewusste Überzeugungen, Muster oder Verallgemeinerungen, die wir schon in unserer Kindheit übernommen haben und seit dem unhinterfragt als Wahrheit ansehen. Ganz oft sind dies Verallgemeinerungen („nie hab ich genug Geld“ oder „immer nutzen mich die anderen aus“) oder eine Art Redewendung und Sprüche (wie „Geld stinkt“ oder „Geld korrumpiert“). Du kannst dir aber auch mal überlegen, womit genau du unzufrieden bist, wenn es um's Geld geht. Welcher Glaubenssatz könnte dem zugrunde liegen? Schreibe alle Glaubenssätze ohne lange zu überlegen in einer Liste auf und suche dir dann die drei Glaubenssätze heraus, die dich derzeit am meisten einschränken und behindern.2. Positive AffirmationenKehre nun deine drei wichtigsten negativen Glaubenssätze in positive Affirmationen um. Tue das ganz mechanisch. Es kommt nicht darauf an, dass du jetzt schon daran glaubst! Wenn du also zum Beispiel den negativen Glaubenssatz hast „nie hab ich genug Geld“, dann notiere dir „ich habe genug Geld“.3. Dein GeldexperimentNun geht es darum, nachzuweisen, ob deine positive Affirmation wahr ist. Der negative Glaubenssatz „ich habe nicht genug Geld“ hat bei mir zum Beispiel zu der positiven Affirmation „ich habe genug Geld“ geführt. Angeregt durch die Bewegung der Geldverweigerer habe ich dann beschlossen, ein Experiment zu machen, bei dem ich eine Woche lang weder Bargeld noch digitales Geld nutze. Vielleicht schwebt dir aber ein anderes Experiment vor: zum Beispiel ein Jahr lang 10 Prozent deiner Einkünfte zu spenden oder bei der nächsten Gehalts- oder Honorarverhandlung das zu verlangen, was du wirklich haben möchtest. Jeder hat andere Wundpunkte und deshalb wirst du sicherlich auch ein anderes Experiment machen.Ich möchte mein Experiment aber als Beispiel nehmen, wie die Angaben in der Vorlage „Mein Geldexperiment“ gemeint sind: Mein Ziel war es zum Beispiel zu erleben, dass ich auch komplett ohne Geld durch's Leben komme und dass es immer Menschen gibt, die mich im Notfall unterstützen – dass also selbst Null Euro genug Geld sind, um zu leben. Der Ablauf war ganz einfach: Ich habe mein Leben ganz normal weiter gelebt (also keine Verabredungen zum Mittagessen abgesagt oder ähnliches), mir aber im Vorfeld überlegt, welche geldfreien Alternativen ich ausprobieren möchte. So habe ich die Ausgabe von Foodsharing besucht, um Lebensmittel zu besorgen. Und ich habe immer geplant, wann ich wohin gehe und was ich an Essen und Trinken mitnehmen muss, weil ich unterwegs ja nichts kaufen konnte.4. Deine Beobachtungen und VariablenWährend des Experiments habe ich ein Tagebuch geführt. Immer abends habe ich für mich zusammengefasst, was mir tagsüber passiert ist. Dabei habe ich mir immer wieder bewusst gemacht, dass ich meine negativen Glaubenssätze viel leichter bestätigt finde, als meine positive Affirmation. Deshalb habe ich mich bewusst auf die Suche nach Beweisen für meine positive Affirmation gemacht.Sicherheit gegeben hat mir, dass ich für mich bestimmte Variablen verändern konnte. Zum Beispiel die Zeit: wer mutiger ist als ich, würde für das Experiment vielleicht einen ganzen Monat ansetzen und dabei sicherlich viel mehr Erfahrungen sammeln, als ich in einer Woche. Außerdem habe ich für mich bestimmt, dass Miete und alles andere weiterläuft, was automatisch von meinem Konto gebucht wird. Überlege du dir, was du verändern kannst, um dein Experiment leichter oder schwerer zu machen. Versuche dabei wagemutig zu sein, aber nicht übermütig. Es ist ein schmaler Grad zwischen zu einfach (und damit nicht inspirierend und erkenntnisreich genug) und zu schwer (und damit beängstigend und überfordernd).5. Die AuswertungNimm dir am Ende deines Experiments mindestens eine Stunde Zeit. Gehe deine Beobachtungen durch und notiere: Was hat gut geklappt, was nicht? Wo haben sich deine Zweifel bestätigt? Wo hast du festgestellt, dass es die Grenzen, die du vermutet hattest, gar nicht gab? Versuche möglichst positiv zu sein – wir sehen zu leicht immer nur das Negative im Leben! Überlege dir auch, was deine Erkenntnisse für dein Leben bedeuten. Gibt es Gewohnheiten, die du künftig ablegen möchtest? Und gibt es Verhaltensweisen, die du künftig beibehalten willst?Teile deine Erfahrungen!Wenn du weitere Ideen, Tipps und Erfahrungen mit einem Geldexperiment hast, dann teile sie mit uns! Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Empowered Fundraising: Öko-soziale Projekte finanzieren
Empowered Fundraising: Es ist genug für alle da!

Wie du öko-soziale Projekte finanzierst und dabei ein positives Verhältnis zu Geld bekommst

Empowered FundraisingEmpowered Fundraising ist nicht nur eine Methode, um öko-soziale Projektes auf Basis von Schenk-Ökonomie zu finanzieren. Es soll auch dein Verhältnis zu Geld positiv verändern.Für viele Initiator*innen von Projekten des öko-sozialen Wandels scheint Geld ein schwieriges, ja vielleicht sogar bedrohliches, ärgerliches, irgendwie negatives Thema zu sein. Auch John Croft – dem Initiator der ganzheitlichen Projekt-Management-Methoden „Dragon Dreaming“ (MEHR ERFAHREN …) – ging es nicht anders, bevor er „Empowered Fundraising“ entdeckte. Im Jahr 1997 hatte er zusammen mit zwölf anderen Menschen die Idee, in Erinnerung an die Kinder von Novosybkov eine Tour durch Australien zu machen – und zwar aus folgendem Grund:Nach dem Unglück von Tschernobyl war die radioaktive Wolke erst in Richtung Schweden gezogen, dann in Richtung Schwarzes Meer (Türkei) und schließlich hielt sie direkt auf Moskau zu. Rund 8 Millionen Einwohner*innen waren somit in Gefahr. Deshalb beschloss die sowjetische Führung, dass sie die Wolke lieber mit Hilfe von Flugzeugen „impfen“ und so auf eine Stadt Novosybkov mit „nur“ 50.000 Einwohnern abregnen lassen wollten. Damit die Bevölkerung nicht in Panik geriet, sollten alle Parteifunktionäre ihre Kinder draußen im Regen spielen lassen. Alle Kinder starben innerhalb weniger Wochen …Gut zehn Jahre später sollten also Eltern von verstorbenen Kindern zu den Uranminen Australiens reisen, an Veranstaltungen teilnehmen und die Australier*innen vor den Gefahren von Atomkraftwerken warnen. 100.000 Dollar brauchte die Gruppe um John Croft herum für ihr Vorhaben. Zehn Wochen hatten sie Zeit, um diese Summe zusammen zu bekommen. Doch nach vier Wochen waren sie bei gerade mal 400 Dollar angelangt. Allen war klar: Wenn sie so weitermachten würden sie es nicht schaffen.Glücklicherweise hatte Johns Frau Vivienne die rettende Idee: Sie bat die professionelle Fundraiserin Kathy Burke um Hilfe und lud zu ihrem Geburtstag einfach alle zwölf Mitstreiter*innen zu einem Workshop bei ihr ein. Nachdem sie hier gelernt hatten, wie Empowered Fundraising funktioniert, bekamen sie sogar mehr als die notwendige Summe zusammen – und konnten sich so auch noch ein Kamera-Team leisten, das einen Film von der Tour drehte. Ist das nicht eine wunderbare Erfolgsgeschichte?Die Mythen des GeldesBevor wir nun dazu kommen, wie Empowered Fundraising praktisch funktioniert, möchte ich erst einmal auf den philosophischen Hintergrund eingehen. Dieser ist aus meiner Sicht nämlich besonders wichtig. Genauso wie bei der Anwendung der Dragon-Dreaming-Methoden braucht es dazu nämlich eine Win-Win-Haltung. Was das bedeutet? Nun, dass du – bevor du Empowered Fundraising machen kannst – erst einmal über deine Gedanken- und Emotionsmuster in Bezug auf Geld nachdenken und diese so verändern solltest, dass es keine Verliere*innen gibt.Als gedankliche Grundlage helfen uns dabei die Erkenntnisse der amerikanischen Fundraiserin Lynn Twist (ich kann dir hier die Lektüre des Buches „Die Seele des Geldes“ empfehlen). Sie hat im Laufe ihres Lebens Milliarden von Dollar zur Bekämpfung des Hungers in unserer Welt gesammelt. Auf diese Weise hatte sie es in ihrem Leben mit unglaublich reichen, unglaublich armen und allen möglichen Menschen dazwischen zu tun. Überall stieß sie auf die gleichen drei negativen Glaubenssätze oder auch Mythen in Bezug auf Geld:Es ist nicht genug für alle daMehr ist besserEs gibt keine AlternativenWin-Win-Kultur in Bezug auf GeldEs sind (unter anderem) diese drei Mythen, die in uns ein unfreies, unausgewogenes, zum Teil sogar schmerzhaftes, beängstigendes, in jedem Fall aber negatives Verhältnis zum Geld hervorrufen. Denn wenn wir (unbewusst) davon ausgehen, dass es nicht genug (Geld) für alle gibt – dann ist es zwar bedauerlich, dass wir im Kampf um unser eigenes (soziales) Überleben andere zu Verlierer*innen machen müssen. Aber es lässt sich nun mal nicht ändern, weil wir sonst selbst verlieren. Deshalb ist mehr immer besser (sicherer). Und die unbewusste Vorstellung, dass es zu all dem keine Alternativen gibt, das eine andere Welt oder ein anderer Umgang mit Geld nicht möglich ist, sorgt schließlich dafür, dass dieses Win-Loose-System stabil bleibt.Um eine Win-Win-Kultur des Geldes zu erreichen, müssen wir also eine andere Haltung verinnerlichen. Zunächst einmal geht es darum zu erkennen, dass wir diese Mythen unbewusst ausleben. Als zweiten Schritt müssen wir erkennen zu welchen Schlussfolgerungen, Entscheidungen und Handlungen uns das bringt. Und schließlich fragt sich, wie wir uns anders verhalten könnten. Und zwar so, dass wir der Vorstellung/Überzeugung folgen:Es ist genug für alle daMehr ist nicht besserEs gibt jede Menge AlternativenDie ersten beiden Vorstellungen („es ist genug für alle da“ und „mehr ist nicht besser“) befreien uns von der Notwendigkeit des Kampfes. Denn wenn genug für alle da ist, dann brauche ich jemand anderem nichts mehr wegzunehmen. Ich brauche nicht gegen andere zu konkurrieren. Ich brauche keine Angst und keine Sorgen mehr zu haben. Ich kann mit anderen vertrauensvoll kooperieren. Und ich kann erzielte Überschüsse leichten Herzens weitergeben an Menschen oder Projekte, die das Geld gerade gebrauchen können. Mit anderen Worten: Ich weiß, dass mehr nicht immer besser ist. Ich weiß, dass ich nur so viel Geld zusammentragen muss, wie ich gerade jetzt brauche.Die dritte Vorstellung („es gibt jede Menge Alternativen“) ist wiederum ein Anlass für Kreativität. Kommt auf die eine Weise das Geld für mein Projekt nicht zustande, gelingt es vielleicht auf eine der vielfältigen anderen Arten. Diese Idee brachte John Croft dazu zu sagen:„Kein Projekt scheitert am Geld – es scheitert höchstens an einem Mangel an Motivation und Kreativität.“Die Herausforderung in der PraxisNatürlich sind diese drei Gegenentwürfe Ideale. Und natürlich ist es gar nicht so einfach, diese zu verinnerlichen – also nicht nur im Kopf zu denken, sondern auch emotional und intuitiv zu leben. Von Kindheit an sind wir nämlich an die drei negativen Geldmythen gewöhnt. Wir sind mit ihnen aufgewachsen. Sie sind tief in unserem Unbewussten verankert. Deshalb haben wir bei gemeinnützigen, künstlerischen und/oder öko-sozialen Projekten oft das Gefühl, Bittsteller*in zu sein: Wer das Geld hat, gehört irgendwie automatisch zu den „Gewinner*innen“. Und wer Geld braucht und darum bittet, ist irgendwie ein*e „Verlierer*in“ – und muss sich folglich schlecht fühlen.Beim Empowered Fundraising geht es darum, diese Vorstellung loszulassen. Eine wichtige Erkenntnis dafür ist, dass es nicht das Geld das ist, das unserem Leben Sinn gibt. Zufriedenheit, Lebenssinn und damit auch Lebensglück ergeben sich dann, wenn wir etwas tun, was für andere (Lebewesen) wichtig ist. Wen es für andere einen positiven Unterschied macht, ob wir aktiv und tätig sind oder nicht: Jemanden pflegen. Ein tolles Konzert geben. Ein Buch schreiben, das Augen öffnet. Jemanden lecker bekochen. Und noch vieles mehr. Geld ist dabei meist eine Ressource unter vielen. Aber es ist eben immer Mittel zum Zweck – und nicht der Sinn selbst.Deshalb „bettelt“ beim Empowered Fundraising auch niemand um Geld. Stattdessen geben dabei Menschen mit einer guten Idee anderen Menschen mit Geld (aber möglicherweise keiner Zeit) die Gelegenheit, Teil ihres tollen, sinnstiftenden Projektes zu werden. Geld ist dabei eine von vielem Möglichkeiten, wie Menschen aktiv zum Gelingen beitragen können. Und dass sie dazu beitragen können, macht sie wichtig. Es erfüllt ihr Leben mit Sinn und schenkt ihnen Bedeutung. Deshalb handelt es sich dabei um ein gegenseitiges Geben. Ja, es sollte in gewisser Weise eine Form von Schenk-Ökonomie sein: Jede*r gibt, was er oder sie bereits ist zu schenken – Geld und/oder Sinn.Diese innere Haltung ist nicht ganz leicht zu entwickeln. Sie erfordert innere Arbeit. Du musst dich zum Beispiel selbst ehrlich hinterfragen und mit anderen Menschen darüber austauschen. Das ist nicht immer leicht. Nicht ohne Grund ist Geld in unserer Gesellschaft ein großes Tabu. Doch wenn du dich auf den Weg machst, wirst du merken, dass das auch ein heilsamer Prozess ist. Ein Prozess, der dir Gelassenheit, Vertrauen und innere Freiheit schenkt. Du kannst auf diese Weise die Prioritäten in deinem Leben neu überdenken: Wie wichtig ist dir Geld und materieller Wohlstand tatsächlich? Was möchtest du damit eigentlich für Bedürfnisse stillen? Ließen sich diese nicht auf andere Weise (besser) befriedigen? Und was würde deinem Leben echten Sinn verleihen?Die Praxis des Empowered FundraisingFür die Methode des Empowered Fundraising machst du folgende Schritte:Schritt 1Wähle zehn Menschen aus deinem Umfeld aus, die du in den nächsten drei Wochen persönlich treffen und einlädst, sich mit Geld an deinem Projekt zu beteiligen. Beginne mit Menschen, die du bereits kennst (Freunde, Nachbarn, Familie, Arbeitskolleg*innen etc.). Wenn du sicher bist im Umgang mit Empowered Fundraising kannst du dies aber auch mit Menschen machen, die du (noch) nicht kennst. Lass dich dabei nicht von dem Gedanken bremsen „den/die kann ich unmöglich fragen!“. Notiere dir alle Namen in einer Liste.Schritt 2Lege für jeden einzelnen Mensch einen sogenannten Balance-Punkt fest. Dabei handelt es sich um einen bestimmten Geldbetrag. Dieser Betrag sollte für diesen Menschen weder so klein sein, dass er oder sie es als „Kleingeld“ empfindet und allzu leichtfertig gibt. Noch sollte er so groß sein, dass es für diesen Menschen ein richtiges Opfer wäre. Es hilft, wenn du dir dazu überlegst, wie viel Geld ins Leben dieser Person monatlich ungefähr hinein- und hinausfließt. Frage dich, wie viel von diesem Betrag dieser Mensch möglicherweise zu deinem Projekt beitragen würde. Schreibe dir die Beträge zu den Namen auf deiner Liste und errechne den Gesamtbetrag.Schritt 3Vereinbare mit diesen Menschen ein persönliches Treffen. Berichte ihnen authentisch von deinem Projekt bzw. deinem Anliegen. Sage dann, dass dir bewusst ist, dass du das Projekt niemals alleine umsetzen kannst und dass du dich daher freuen würdest, wenn dein Gegenüber einen Beitrag dazu leisten könnte – und zwar in Form von XX Euro (die Summe deines zuvor überlegten Balance-Punktes). Schweige dann und warte die Antwort deines Gegenübers ab.Schritt 4Egal wie dieser Mensch antwortet – also ob er oder sie eine große, eine kleine Summe oder überhaupt kein Geld geben möchte: Jede Antwort sollte dir willkommen sein. Dies ist deine Gelegenheit, um dich in der Vorstellung der drei Mythen zu üben: „Es ist genug für alle da“. „Mehr ist nicht besser“. Und: „Es gibt viele Alternativen“. Es ist in diesem Fall nicht wichtig, dass dein Gegenüber eine Summe X gibt – sondern dass eure Beziehung gedeiht. Deshalb ist ein „ja“ genauso gut wie ein „nein“. In vielen Fällen ist es aber auch so, dass Menschen bereit sind mehr Geld zu geben, als du dir als Balance-Punkt überlegt hast.Schritt 5Zum Abschluss des Gespräches ist es wichtig, dass du eine Verbindung in die Zukunft baust. Deshalb ist deine nächste Frage: „Möchtest du, dass ich dich über die Fortschritte meines Projektes auf dem Laufenden halte?“ Das vertieft eure Beziehung. Natürlich musst du dieses Versprechen dann auch halten. Und als letzten Schritt deines Empowered-Fundraising-Gesprächs fragst du: „Kennst du jemanden, die oder der an diesem Projekt Interesse haben könnte? Würdest du mich ihr oder ihm vorstellen?“ Diese Fragen öffnen den Raum für Neues und den Aufbau eines großen Netzwerkes.

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individuell ökologisch sozial

Silke Helfrich: Anders denken und handeln? Frei, Fair und Lebendig? Commons!

Silke Helfrich

Wir verlosen 5 mal ein Exemplar "Faironomics" an Menschen, die anderen eine Freude machen wollen.
Verlosung: Verschenke ein Buch

Kennst du einen Menschen, der eine super Idee hat für eine öko-soziales Projekt – oder der ein ganz tolles Projekte für den öko-fairen Wandel bereits am Laufen hat? Und würdest du diesem Menschen gerne eine Freude machen, ihm Inspiriation, Ermutigung und Anregungen schenken?Dann mach mit bei unserer Verlosung!Zum Start unseres neuen Buches "Faironomics" verlosen wir 5 x 1 Exemplar.Du kannst bis zum 10. Juni 2019 (24 Uhr) teilnehmen. Und so einfach geht das:Schritt 1: Wer soll das Buch bekommen?Schreibe unter diesem Beitrag als Kommentar, auf Facebook oder per Email, wem du warum das Buch schenken möchtest. Du kannst dabei Namen und Projekt nennen (inklusive Website oder Facebook-Seite) – oder das Ganze anonym machen (so nach dem Motto "Mein Nachbar organisiert ein Repair-Café" oder "Meine Schwester will sich mit einem Unverpackt-Laden selbständig machen")Schritt 2: Wie lautet die Widmung?Schreibe uns – wenn du möchtest – auch deinen Text für die Widmung! Das ist deine Gelegenheit, ihm oder ihr zu sagen, warum du es so toll findest, was er oder sie macht!Schritt 3: Gewinne mit etwas Glück!Schreibe uns bis zum 10 Juni 2019 um 24 Uhr! Denn am 11. Juni ziehen wir die fünf Gewinner*innen! Wir nehmen Kontakt zu dir auf. Wenn du eine Widmung möchtest, schreiben wir sie dir ins Buch und senden es dir zu.Wir wünschen dir viel Glück und drücken dir die Daumen!!!

Audio-Interview: Silke Helfrich über Commons
Silke Helfrich: Über Commons

Silke Helfrich beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Theorie der Gemeingüter – oder auch Commons, wie sie es lieber nennt. Sie bloggt regelmässig unter www.commons.wordpress.org, hat zahlreiche Bücher zum Thema veröffentlicht und ist viel gefragte Rednerin zu dem Thema. Mit der digitalen Ära sieht nicht nur sie eine Renaissance der Gemeingüter – sie sieht auch eine neue Welle der Einhegung: die klassischen Nutznießer der Privatgüterwirtschaft versuchen ihre Pfründe erneut einzuzäunen. Angeblich, weil die Menschen nicht in der Lage seien, Gemeingüter zu pflegen und zu erhalten (man spricht hierbei euch von der Tragik der Allmende).Doch spätestens die Wikipedia sowie zahlreiche andere, freie OpenSource-Projekte zeigen: Gemeingüter müssen nicht immer tragisch enden wie dies der britische Ökonomie-Professor William Foster LLoyd postiliert hatte. Nein, berühmt wurde die Ökonomin Elinor Ostrom, weil sie durch langjährige Studien bewies: Es gibt weltweit und zu jeder Zeit in allen Kulturen Commons, Gemeingüter oder auch Allmenden, die – ganz ohne staatliche oder wirtschaftliche Kontrolle – hervorragend funktionieren! Das war eine so spektakuläre Arbeit, dass sie dafür sogar als erste Frau den Wirtschaftsnobelpreis erhielt.Doch – was sind Gemeingüter eigentlich genau? Wie funktionieren sie? Welche Vorteile haben sie? Und wie kann man sie in seinem Alltag umsetzen und fördern? Über diese und andere Fragen sprachen wir mit Silke Helfrich in diesem rund 30 minütigen Gespräch.