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Die 4 Phasen eines Dragon-Dreaming-Projektes: Träumen, Planen, Handeln, Feiern
David Allen: Getting Things Done!
Business Modell Canvas: Öko-faire Geschäfstmodelle entwickeln
Business Modell Canvas

Öko-faire Geschäftsmodelle entwickeln

Wenn du ein öko-faires Unternehmen aufbauen willst, solltest du deine Zeit nicht mit Business-Plänen verschwenden, sondern gleich das Business-Modell-Canvas von Alexander Osterwalder nutzen ... Vergiss Bussiness-Pläne. Nutz das Business-Modell-Canvas (kurz BMC)! Dabei handelt es sich um eine Vorlage, die der Systemtheoretiker Alexander Osterwalder 2008 entwickelt hat. Und so geht es:Lade dir das Business-Modell-Canvas (PDF) herunter. Es steht unter Creative Commons, sodass du es lizenzfrei nutzen kannst (danke an Alexander Osterwalder dafür!) HERUNTERLADENDrucke es dir aus und vergrößere es dir im Copy-Shop (je größer, desto besser).Nutze Post-Its und notiere auf je einen Haftzettel deine Annahmen und offenen Fragen zu jeden Themenfeld.Recherchiere nun, ob deine Annahmen richtig sind. Und versuche deine offenen Fragen zu beantworten. Notiere deine neuen Annahmen, Antworten und möglicherweise auftauchenden neuen, offenen Fragen wieder auf Post-Its und tausche sie gegen die alten aus.Recherchiere weiter, bis dein BMC voller Antworten ist.So kannst du Schritt für Schritt aus deinen ersten (mehr oder weniger vagen) Ideen ein in sich schlüssiges Konzept für eine Geschäftsidee entwickeln.Business Modell Canvas (PDF)Die Bereiche des BMCDas Business Modell Canvas hat mehrere Bereiche, die alle für ein durchdachtes Geschäftsmodell von Bedeutung sind. Hier ein kurzer Überblick darüber, was es mit den Themen auf sich hat. Genauere Infos dazu findest du in dem Buch „Business Modell Generation“ von Alexander Osterwalder (bei buch7.de bestellen).Kundensegment (Customer Segments)Sicherlich hast du für deine Idee eine bestimmte Zielgruppe im Auge. Zumindest bist du auf der Suche nach Kundensegmenten, in denen die Menschen einen hohen Nutzen durch dein Produkt oder deine Dienstleistung haben. Vielleicht bewegst du dich aber auch auf einem sogenannten „Multi-sided Market“. Dabei ist dein*e Nutzer*in nicht gleichzeitig auch dein*e Kund*in. Ein bekanntes Beispiel dafür wäre Facebook: Die Nutzer sind alle, die auf der Plattform aktiv sind und damit eigentlich erst ihren Wert erzeugen. Die Kunden sind aber Unternehmen, die hier ihre Werbebotschaften platzieren oder die Nutzer*innendaten haben möchten. Wie auch immer das bei dir aussieht: Am Ende solltest du genau wissen, wer deine Zielgruppe ist und wieso dein Werteversprechen so gut zu ihnen passtWerteversprechen (Value Propositons)Jedes Unternehmen hat nur eine zentrale Aufgabe. Um das zu finden, kannst du dich fragen: Welches Probleme deiner Kund*innen löst du? Welches Bedürfnis befriedigst du? Das Versprechen kann materieller Natur sein (es schützt die Umwelt) und auch emotionaler (du fühlst dich gut dabei).Value Proposition Canvas: Speziell zur Ausarbeitung deines Werteversprechens gibt es auch noch das Value Proposition Canvas. Du kannst es ebenfalls als PDF herunterladen und parallel bzw. ergänzend zu deinem Business Modell Canvas ausfüllen. HERUNTERLADENKanäle (Channels)Über welche Kanäle erreichst du deine Kund*innen? Wo und wie kommunizierst und interagierst du mit ihnen? Schreib hier alles auf – von dem Gespräch an deinem Messestand bis zum Dialog in irgendeinem Nischen-Forum.Kundenbeziehung (Customer Relationships)Wie gewinnst du Kunden? Und wie bindest du sie an dich? Welche Services, Weiterbildungs- oder Informationsangeboten erwarten deine Kund*innen? In welchem Ton und mit welcher Art stehst du mit ihnen in Kontakt?Einkommensquellen (Revenue Streams)Woher kommt in deinem Geschäftsmodell das Geld? Jedes Werteversprechen lässt unterschiedliche Konzepte des Geldverdienens zu: Du kannst etwas einmal verkaufen oder einen Abo-Service anbieten. Du könntest Lizenzen verkaufen oder etwas vermieten. Überlege, wie dein Preismodell aussieht und wie das Ganze zu deinen Ausgaben passt.Schlüsselressourcen (Key Resources)Welch physischen, menschlichen und finanziellen Ressourcen brauchst du, um deine Geschäftsidee zu verwirklichen und dein Werteversprechen zu erfüllen? Was ist unverzichtbar?Schlüsselaktivitäten (Key Activities)Um dein Werteversprechen zu verwirklichen, musst du bestimmte Tätigkeiten durchführen: Was sind die wichtigsten Tätigkeiten in deinem Geschäftsmodell?Schlüsselpartner (Key Partnerships)Vor allem für Startups sind strategisch kluge Partnerschaften von großer Bedeutung. So kannst du Risikien minimieren und deine Idee leichter skalieren. Was sind deine möglichen oder bereits existierenden Partner?Kostenstruktur (Cost Structure)Wo entstehen welche Kosten? Welche Kosten müssen sein? Schau dir besonders deine Schlüsselaktivitäten, -ressourcen und -partnerschaften an.Weitere InfosDie Website von Alexander Osterwalder mit Infos, Videos, Tutorials und Materialien zum Herunterladen: https://www.strategyzer.com

Dr. Duncan Green: How Change happens

Dr. Duncan Green: How Change Happens

Wir verlosen 5 mal ein Exemplar "Faironomics" an Menschen, die anderen eine Freude machen wollen.
Verlosung: Verschenke ein Buch

Kennst du einen Menschen, der eine super Idee hat für eine öko-soziales Projekt – oder der ein ganz tolles Projekte für den öko-fairen Wandel bereits am Laufen hat? Und würdest du diesem Menschen gerne eine Freude machen, ihm Inspiriation, Ermutigung und Anregungen schenken?Dann mach mit bei unserer Verlosung!Zum Start unseres neuen Buches "Faironomics" verlosen wir 5 x 1 Exemplar.Du kannst bis zum 10. Juni 2019 (24 Uhr) teilnehmen. Und so einfach geht das:Schritt 1: Wer soll das Buch bekommen?Schreibe unter diesem Beitrag als Kommentar, auf Facebook oder per Email, wem du warum das Buch schenken möchtest. Du kannst dabei Namen und Projekt nennen (inklusive Website oder Facebook-Seite) – oder das Ganze anonym machen (so nach dem Motto "Mein Nachbar organisiert ein Repair-Café" oder "Meine Schwester will sich mit einem Unverpackt-Laden selbständig machen")Schritt 2: Wie lautet die Widmung?Schreibe uns – wenn du möchtest – auch deinen Text für die Widmung! Das ist deine Gelegenheit, ihm oder ihr zu sagen, warum du es so toll findest, was er oder sie macht!Schritt 3: Gewinne mit etwas Glück!Schreibe uns bis zum 10 Juni 2019 um 24 Uhr! Denn am 11. Juni ziehen wir die fünf Gewinner*innen! Wir nehmen Kontakt zu dir auf. Wenn du eine Widmung möchtest, schreiben wir sie dir ins Buch und senden es dir zu.Wir wünschen dir viel Glück und drücken dir die Daumen!!!

Nachhaltiger Aktivismus: Resilizenstrategien für den öko-sozialen Wandel
Karte der Mitstreiter

individuell sozial

Bullet Journaling von Ryder Caroll
Duncan Green: Den Wandel planen

Dr. Duncan Green berät Oxfam strategisch und lehrt an der London School of Economics. Er hat das Buch »How Change Happens« darüber geschrieben, wie sozialer Wandel funktioniert. Das wollten wir natürlich von ihm wissen. Wir alle wollen wissen, wie wir die Welt verändern können! Haben Sie eine Antwort?Ich denke schon. Oder zumindest habe ich ein paar Erkenntnisse, die besonders für Aktivisten relevant sind. Allen voran die, dass Veränderungen nicht geschehen, weil es einen bestimmten Menschen gibt. Sie entstehen unbeabsichtigt und im Rahmen eines Systems. Das bedeutet: Menschen, die absichtlich Veränderungen voranbringen wollen, müssen sich in Bescheidenheit üben. Sie müssen erkennen, dass sie einem Prozess, der ohnehin abläuft, nur ein bisschen etwas hinzufügen oder entziehen können.Außerdem ist Veränderung kein kontinuierlicher Prozess. Es gibt Momente der Chancen und Momente der Risiken. Während dieser Schlüsselmomente können Aktivisten mehr Reaktionen hervorrufen, als normalerweise. Aber sie können nicht in Form von Projekten vorgehen oder einen guten Plan für die nächsten drei Jahre entwickeln. Sie können sich nur an diesen Momenten, diesen Fenstern orientieren. Alles andere ruft keine großen Veränderungen hervor. Deshalb ist meine Antwort auf Ihre Frage auch keine große Theorie. Vielmehr stelle Sie vor ein paar Herausforderungen, über die Sie nachdenken können: wie können Sie sich sinnvoll verhalten?Wieso sind Projektpläne ein Problem?Das Risiko ist, dass Aktivisten zu professionell werden. Sie verbringen dann viel Zeit damit, ihre Techniken als Aktivist zu optimieren. Der eine setzt sich zum Beispiel mit großen Unternehmen zusammen, um sie von einem gemeinsamen Projekt zu überzeugen. Ein anderer weiß vielleicht, wie man am besten eine Demonstration organisiert oder die beste Online-Kampagne macht. Aber diese Fähigkeiten werden irgendwann zu einer Zwangsjacke. Denn die Leute denken dannmehr darüber nach, was sie tun werden – das nenne ich die Theorie der Aktion – und weniger, wie sich die Welt gerade verändert – das ist die Theorie des Wandels.Und sobald sich die Aktivisten ins Zentrum ihrer Überlegungen stellen, sind sie sich weniger des Systems um sie herum bewusst. Dann nehmen sie die Chancen und Möglichkeiten der Veränderung nicht mehr wahr. Das führt dann dazu, dass Menschen sagen: »Wir haben doch immer dieses und jenes organisiert – lass uns das hier auch wieder machen.« Doch das hat viel weniger Einfluss auf Veränderungen, als wenn Aktivisten wissen, wie sie mit einem System tanzen können. Man spricht dann von einer agilen Projektplanung, mit der sie sich geschickt auf die Veränderungen in ihrem Umfeld einstellen können.Wie können wir dann den Wandel planen?Also, als erstes: Gut schlafen! Ausreichend Pausen machen. Nicht denken, dass wenn wir noch zwei Stunden mehr pro Tag arbeiten, würden wir die Veränderungen bewirken können, die wir uns wünschen. Wir sollten aufhören, über uns selbst nachzudenken und stattdessen die Welt beobachten. Nun gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Beobachtens. Man kann das Leben der anderen leben. Wenn man zum Beispiel in der ländlichen Entwicklung arbeitet, kann man mal eine Weile in einem typischen Dorf leben – ohne irgendetwas ändern zu wollen. Einfach nur, um alles zu beobachten und wahrzunehmen und Teil dieser Welt zu sein. Das gibt einem viele neue Ideen und Einsichten.Dann kann man durch Lesen beobachten, das ist ganz wichtig – und zwar nicht nur Kampagnenbücher. Und vor allem kann man gut beobachten, in dem man genau zuhört! Aktivisten sind ja oft in einem Sendemodus und nicht in einem Empfängermodus. Daher müssen die meisten lernen, besser zuzuhören. Mein Sohn arbeitet zum Beispiel für eine NGO mit dem Namen »Citizens UK« und er macht tatsächlich Zuhör-Kampagnen. Dabei fragen sie zum Beispiel Menschen aus London: „Was macht dein Leben schwierig?“ Und erst auf Basis dessen, was sie da zu hören bekommen, machen sie ihre eigentliche Kampagne. Das ist ein Zugang, der meiner Meinung nach viel besser funktioniert, als zu sagen »Wir wissen, was zu tun ist«. Nicht zuhören zu können, kann unglaublich blind machen.Aber irgendwann muss man doch in Projekten denken. Wie plant man ohne zu planen?Man muss für die Ungewissheit planen. Das ist fast so, als würde man planen ohne einen Plan. Natürlich plant man. Man investiert Geld in eine bestimmte Richtung und organisiert Menschen und Ressourcen für einen bestimmten Zweck. Aber man weiß, dass das, was man als seine Ausgangsposition annimmt, nur eine erste Vermutung ist. Und dass man mehr dazu lernt, sobald man mit dem Projekt beginnt. Dadurch gestaltet man eine Kampagne oder anderes so, dass immer wieder neue Aspekte, die man unterwegs erfährt und lernt, mit einfließen können.Das ist vor allem eine Frage der Geisteshaltung. Zum Beispiel kann man dann alle drei Monate einen Tag freihalten, an dem das Team darüber diskutieren kann, was gerade um sie herum geschieht. Ob sie sich damit identifizieren können. Was funktioniert und was nicht. Was sie gelernt haben. Was sich verändert hat. Und wie sie die Kampagne an diese neuen Erkenntnisse anpassen können. Und dann arbeiten sie wieder drei Monate und treffen sich dann erneut. Das bedeutet also nicht, dass man gar keinen Plan hat und alles komplett offen ist. Aber man etabliert ein System, das das Nachdenken und Überarbeiten ermöglicht.Dabei besteht allerdings die Gefahr besteht, dass man eine Analyse-Paralyse erleidet. Dann diskutieren die Menschen endlos, was am besten funktionieren würde. So klappt das mit den Veränderungen auch nicht. Vielmehr brauchen die Leute den Rückhalt, dass sie Dinge ausprobieren und auch mal damit scheitern können. Dazu braucht es einen sicheren Ort, an dem sie ihre Aktivitäten reflektieren und auswerten können. Wo sie Zweifel und Überlegungen für Veränderungen einbringen können.Das bedeutet, dass wir eine gute Balance zwischen „Activism“ und „Reflectivism“ brauchen. Wenn es zu viel „Activism“ gibt, dann tun die Menschen möglicherweise viele Dinge, die keine Wirkung haben. Und wenn es zu viel „Reflectivism“ gibt, dann endet man so wie ich und macht sich nur noch Gedanken über alles mögliche (lacht).Wie kommt man zu einer guten Balance zwischen „Activism“ und „Reflectivism“?Ich habe kein Rezept, das zeigt, was man tun muss, um ein erfolgreicher Weltveränderer zu sein. Ich denke, wir müssen vielmehr einen bestimmten mentalen Zustand anstreben. Und dieser mentale Zustand zeichnet sich durch Neugier aus. Manchmal sind Aktivisten einfach müde. Wenn man ihnen von etwas Neuem erzählt, sagen sie einfach »Ich will nur noch mit meiner Kampagne weitermachen.« So wird es keine Veränderungen geben.Aktivisten müssen einfach neugierig sein. Das bringt uns wieder zu der Tatsache, dass Arbeitstage von 20 Stunden nicht sinnvoll sind. Wenn man so viel arbeitet, ist man nicht mehr neugierig. Dann ist man nur noch überlastet und müde. Daher ist die Fähigkeit der Selbstfürsorge wichtig. Und die Art und Weise, wie man auf das eigene Leben blickt.Außerdem müssen Aktivist bescheiden sein. Und da geht es um eine Bescheidenheit, die auf dem Wissen basiert, dass man in einem so komplexen System niemals wissen kann, was geschieht und wie sich Veränderungen auswirken werden. Das ist für Aktivisten oft sehr schwer zu akzeptieren. Denn ein Teil ihrer Persönlichkeit ist es, große Zuversicht auszustrahlen und den anderen zu sagen »Ihr könnt mir folgen, ich kenne die Antworten.«Das ist die wahrscheinlich schwierigste Erkenntnis des Buches, dass Aktivisten in einer dissonanten und widersprüchlichen Welt leben müssen. Auf der einen Seite müssen sie Führungsqualitäten zeigen und auf der anderen müssen sie die Mehrdeutigkeit und Ungewissheit akzeptieren. Das ist wohl auch ein Grund, warum Aktivisten oft so gestresst sind.Und wenn es um die Fragen geht – das steht nicht in dem Buch, aber da geht es um Fragen wie: Wie verändert sich das System ohne mich? Wie verstehe ich Macht in dieser Situation? Wer sind die Protagonisten? Was könnte sie überzeugen, etwas zu verändern? Also alle Fragen, die helfen zu verstehen, wie man Veränderungen bewirken könnte. Und dann natürlich sich danach zu orientieren.Wie kann ich am besten verstehen, wie ein System funktioniert?Das hängt von dem System ab. Da sollte man Bücher lesen, mit eine möglichst großen Bandbreite an Menschen sprechen, offen sein. Man muss so eine parlamentarische Haltung entwickeln, mit der man für die unterschiedlichsten Sichtweisen und Informationen offen ist. Geht es um ein kleines, lokales System, dann sollte man mit den Nachbarn sprechen. Und zwar nicht nach dem Motto »Sind sie auf meiner Seite oder nicht?«Es geht auch darum, Menschen zu finden, die nicht so sind wie du, um mit ihnen zu arbeiten. Bei Aktivisten gibt es oft eine Monokultur. Da findet man große Gruppen von Menschen, die exakt gleich denken: »Wir halten den Brexit für eine fürchterliche Idee«, »Wir mögen niemanden, der religiös ist« und so weiter. Und so gibt es da Gruppen, die irgendwann die Verbindung zu den realen Menschen in der realen Welt um sie herum verloren haben.Bist du ein Optimist oder ein Pessimist?Beides! Das hängt von der Zeitskala ab, die man betrachtet. Wenn wir uns anschauen, was seit dem 2. Weltkrieg geschehen ist: Die Dekolonisierung – da gibt es 70 Jahre eines atemberaubenden Fortschritts. Allein die Medizin ist so weit wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Also Gesundheit, Bildung, Recht. Das ist erstaunlich. Wenn man sich das ansieht, dann kann man nicht anders, als ein Optimist zu sein.Aber wenn man sich einen kürzeren Zeitraum anschaut, dann sieht man eine ganze Reihe von negativen Trends: Bei der Demokratie, den Rechten sogar bei Konflikten – die gingen die ganze Zeit zurück, doch in den letzten drei Jahren haben sie wieder zugenommen. Also da gibt es schon genug Anlass, um weniger optimistisch zu sein.Wenn man in die Zukunft schaut gibt es massive Risiken. Ich weiß nicht, was die größere Gefahr ist: ein nuklearer Krieg oder die Klimakrise. Aber beide sind sehr groß. Und die entscheidende Frage hierbei ist, ob wir genug Intelligenz als Organisation einer Spezies haben, um mit diesen systemischen Gefahren umzugehen. Und ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung. Gerade bei der Klimakrise sieht man, wie es eine Mischung aus Technik und Desaster gibt und die Politik nicht in der Lage ist, damit umzugehen. Ich glaube nicht, dass die Menschheit ausgelöscht wird. Aber die Klimakrise wird sehr unangenehm und garstig.Dr. Duncan Greenarbeitet für die internationale Hilfsorganisation Oxfam als strategischer Berater. Außerdem ist er Professor „in practise“ an der London School of Economics. Dort hält er Vorlesungen im Master-Studiengang für internationale Entwicklung. Daneben hat er das Buch „How Change Happens“ geschrieben. Das kannst du dir in gedruckter Version bestellen oder als PDF kostenlos herunterladen: http://how-change-happens.com