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#Ideen

Theory U
Die Theory von Otto Scharmer
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Wie können wir echte soziale und ökologische Innovationen entwickeln und den so dringend nötigen Wandel gemeinsam schaffen? Durch einen U-förmigen Prozess meint der MIT-Senior-Dozent Otto Scharmer. Und zwar mit seiner Theory U. Die Theorie U ist eine Methode für Veränderungen in Unternehmen und Organisationen- Entwickelt hat sie der Senior Dozent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) Otto Scharmer. Schon während seines Doktorstudiums an der Universität Witten/Herdecke studierte Scharmer eine ähnliche Methode in den Klassen des österreichischen Ökonomen Friedrich Glasl. Später nahm er die Grundprinzipien der Methode auf und erweiterte sie zu einer Theorie des Lernens und des Management. Er nannte sie „Theorie U“.Seinen Namen erhielt die Methode aufgrund des U-förmigen Prozesses. Am linken Ende des Us steht eine Diagnose des gegenwärtigen Zustandes. Und am rechten Ende liegen die Zukunftsvisionen. Dazwischen durchlaufen die Menschen einen U-förmigen Tiefgang, der aus vier Ebenen und sieben Phasen besteht.Die drei Bewegungsebenen der Theory UGewohnheitswelt: In der gewohnten Welt befinden wir uns in einem Zustand, den Otto Scharmer als „Downloading“ bezeichnet. Wir nehmen nur wahr, was wir ohnehin schon kennen, wissen und denken. Dieser Zustand gleicht einem Haus mit herunter gelassenen Rolladen.Dingwelt: Öffnen wir unser Denken, halten inne und sehen wirklich hin, dann können wir auf einer faktischen Ebene neue Informationen aufnehmen. Wir lernen neue Dinge, erkennen neue Zusammenhänge oder erfahren neue Informationen.Du-Welt: Öffnen wir unser Fühlen (unser Herz), können wir von der Ding- in die Du-Welt gelangen. Wir fühlen uns in andere ein, nutzen unsere empathischen Fähigkeiten und können die Welt aus der Perspektive anderer (auch emotional) wahrnehmen.Quelle: Der Übergang zu dieser Ebene geschieht, wenn wir unseren Willen öffnen, loslassen und eine absichtslose Leere annehmen. Dann können wir in einen Zustand des „Presencing“ gelangen, wie Scharmer dies nennt. Mit dieser Wortschöpfung aus „Present“ und „Sensing“ beschreibt er einen Zustand des Flow oder der Inspiration, in der die Weisheit aus einer nicht rational greifbaren Quelle in unser Bewusstsein gelangt. Oft ist dies eine kollektive Erfahrung.Die sieben Phasen der Theory UEinen Überblick über die vier Ebenen und die darin befindlichen sieben Phasen gibt die folgende Grafik. Der Prozess der Theory U sieht eine Bewegung von links oben über die Mitte unten nach rechts oben vor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Erkenntnis, dass wir normalerweise versucht sind in direkter Gerade von links oben nach rechts oben zu gehen – also den tiefen, bewusstseinsverändernden Weg durch das U auszulassen. Dadurch, so Scharmer, gelangen wir aber immer nur zu Lösungen, die „mehr vom Selben“ sind. Wir denken uns dann immer nur Dinge aus, die es schon gibt.Wirkliche Innovation – wie wir sie brauchen, um einen echten öko-sozialen Wandel in Unternehmen, Organisationen, Institutionen und der Gesellschaft hinzubekommen – gelingen so aber nicht. Dazu brauchen wir nach Scharmer eben den U-Prozess, während dem sich tiefere Schichten der Realitätswahrnehmung eröffnen. Dadurch gelangen wir laut Scharmer in einen Zustand, in dem wir Ideen aus der Zukunft heraus erdenken und entwickeln können (und nicht auf Basis unserer Erfahrungen, also der Vergangenheit).Theory U erlernenOtto Scharmer vermittelt die Theory U in weltweiten MOOCs (Massiv Open Online Courses). Dazu gehören Online Live-Sessions mit Scharmer selbst, Aufgaben und vorbereitete Videos. Außerdem gibt es parallel zu den laufenden Kursen Nutzer*innengruppen in vielen Städten, die sich die Live-Sessions gemeinsam anschauen und auch die Übungen gemeinsam durchführen. Die Infos zur Vernetzung findest du, wenn du an dem Kurs teilnimmst. Weitere Infos findest du unter: https://www.presencing.org