Seit 24. Mai in jedem guten Buchladen - das Buch zur Website! HIER

#Sich auf die wirklich wichtigen Dinge fokussieren

Bullet Journaling: Mehr erledigen, weniger tun!
Bullet Journaling von Ryder Caroll

Wahrscheinlich kennst du den Unterschied zwischen beschäftigt und produktiv sein. Im einen Fall machst du einfach unheimlich viel – und dennoch scheint deine To-Do-Liste immer länger und länger zu werden. Und im anderen Fall kennst du deine Prioritäten ganz genau und erledigst wirklich nur das, was (dir) wirklich wichtig ist. Das Bullet Journaling ist eine super einfache und absolut geniale Methode, um vom ersten in den zweiten Zustand zu gelangen! Was ich wirklich so genial an der Methode des Bullet Journaling finde ist, dassdu außer einem Notizbuch und einem Stift rein gar nichts brauchstdu schnell reinkommst, weil es so einfach istdu die Umsetzung total an dich, deine Bedürfnisse und deine Projekte anpassen kannstund du bei all dem wirklich tolle Ergebnisse bekommst.Was steckt hinter der Idee des Bullet Journaling?Der Erfinder Ryder Caroll litt seit Kindheit am Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) – nur dass das damals noch nicht so genannt wurde und es auch keine Hilfe für Kids wie ihn gab. Deshalb hat er sich über viele, viele Jahre ein System ausgedacht, das ihm hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und – wer hätte das gedacht: Das finden auch Menschen ohne ADHS superhilfreich. Deshalb hat Caroll das mittlerweile für alle Welt zur Verfügung gestellt. Im Internet findest du Tausende von tollen Bildern, wie Menschen ihre Bullet Journals mit wunderschönen Illustrationen und Zeichnungen verschönern. Das brauchst du aber gar nicht (wenn du keine Zeit und/oder kein Faible dafür hast). Wichtig ist im Wesentlichen, dass du herausfindest, wie das Bullet Journaling für dich gut funktioniert.Aufbau eines Bullet JournalsHier beschreibe ich nun, wie ich die Methode von Ryder Caroll anwende. Für die Wochen- und Tagesplanung nutze ich – anders als er – einen normalen Jahreskalender. Das heißt ich mache meine Jahres- und Monatsplanung im Bulett Journal, aber den Rest im Kalender. Das ist aber eigentlich nicht so, wie Caroll sich das gedacht hat (aber es funktioniert gut für mich :-). Und so geht’s:1. Der IndexDer Anfag neines jeden Bullet Journals ist ein Index – also eine Doppelseite, auf der du nach und nach ein Inhaltverzeichnis anlegst. Viele Notizbücher bringen sogar schon so eine Doppelseite am Anfang mit.2. Der JahresplanerDann blätterst du ein oder zwei Seiten weiter und legst du einen Jahresplaner an. Dazu zeichnest du auf einer Seite 2–3 Bereiche für 2–3 Monate an (je nach dem, wie viel Platz du für deine Monatslisten brauchst). Dann hast du auf vier bis 4 oder 6 Seiten jeweils Bereiche für die kommenden 12 Monate. Schreibe jeweils den Monatsnamen hinein. Trage an die Aufgaben, Termine und Projekte dort ein, wo sie zeitlich zu tun sind. Trage den Jahresplaner im Index inklusive Seitenzahl ein.Diesen Jahresplaner nutze ich nur für Dinge, die ich im Hinterkopf behalten muss, weil sie in 2 oder 3 Monaten anfallen. Meine Hauptplanung mache ich im Monatsplan:3. Dein MonatsplanDann blätterst du eine Seite weiter und schreibst über eine leere Seite den Namen des aktuellen Monats. Schreibe hier eine Liste auf, was du alles in diesem Monat erledigen möchtest oder musst. Trage den Monatsplan im Index inklusive Seitenzahl ein.4. Dein WochenplanBlättere nun wieder weiter und lege dir für diese Woche auf einer Doppelseite Felder für die 7 Tage an. Hier gibt es unterschiedliche Aufteilungen. Welche für dich passt, musst du herausfinden. Ich finde es gut, wenn ich für die 7 Tage im oberen Teil der Doppelseite Spalten habe. Im unteren Teil der Doppelseite habe ich dann eine querformatigen Bereich für die Wochenliste und Routineaufgaben, die zum Beispiel täglich zu erledigen sind. Du kannst aber auch die linke Seite für deine Wochenliste und die Routineaufgaben nutzen und auf der rechten Seite 7 Felder für die 7 Wochentage anlegen.Wie auch immer du es gerne hast, frage dich am Anfang der Woche, was du alles tun möchtest oder musst. Liste alles in der Wochenliste auf. Schaue dazu auch in deine Monatsplanung. Es kann sei, dass du dazu größere Aufgabenpakete (aus der Monatsliste) in kleinere Aufgaben für diese Woche herunterbrechen musst. Wenn in deiner Monatsplanung etwa steht „Urlaub planen“, dann könnte in deiner Wochenliste „Reiseziele recherchieren & auswählen“ stehen. Das wäre also eine Teilaufgabe der Gesamtaufgabe „Urlaub planen“. Notiere dir Termine am jeweiligen Wochentag ein. Trage den Wochenplan im Index inklusive Seitenzahl ein.5. Dein TagesplanAm Anfang jeden Tages schaust du in deine Wochenliste und wählst aus, was du heute tun möchtest oder musst. Auch hier kann es sein, dass du größere Aufgaben in kleinere herunterbrichst. Aus „Reiseziele recherchieren & auswählen“ könnte dann vielleicht werden „Max anrufen, der immer so gute Reisetipps hat“. Trage den Tagesplan im Index inklusive Seitenzahl ein.Am nächsten Morgen bei deiner nächsten Tagesplanung, kannst du auch prüfen, was von den gestrigen Aufgaben erledigt und was liegen geblieben ist. Nutze dies, um dich zu fragen, woran das liegt: Hast du dir zu viel vorgenommen? War etwas dabei, was du nicht tun möchtest? Was nicht so wichtig ist? Wenn etwas dabei ist, was du weder tun möchtest noch musst, dann streiche aus aus deiner Tagesliste.6. Deine WochenauswertungAm Ende der Woche gehst du die Liste aus der vergangenen Woche durch und überlegst auch hier wieder:Welche Aufgaben habe ich erledigt? Wie lief es? Was habe ich daraus gelernt? (Klopf dir dafür auch ruhig auf die Schulter und wertschätze dich selbst!)Welche Aufgaben habe ich nicht erledigt? Woran liegt das? Zeitmangel? Falsche Prioritäten? Fehlende Motivation? Überlege dir, ob du diese Aufgaben auf die Liste der folgenden Woche setzen möchtest, ob du sie auf später vertagst oder ganz streichst.Danach machst du deine nächste Wochenliste und deine Tagesplanungen wie oben beschrieben. Bis der Monat zu Ende ist. Dann kommt:7. Deine MonatsauswertungHier wiederholt sich im Grunde der Reflexionsprozess der Tages- und Wochenauswertung – nur eben auf einem nächst höheren Level. Stelle dir die gleichen Fragen, die du dich auch für die Wochenauswertung gefragt hast. Streiche und verschiebe Aufgaben, wie es für dich richtig ist. Erstelle mit diesen Erkenntnissen deine nächste Monatsplanung.FazitDas Bullet Journal ist so einfach wie effektiv. Das macht für mich die ganz große Klasse der Idee aus. Auch wenn das Bullet Journaling, wie es Ryder Caroll macht, noch etwas komplexer ist, als meine Variante (mehr Infos dazu über die Links im Kasten unten). Außerdem kann dein Bullet Journal neben dem Planungsteil, den ich oben beschrieben habe, noch viele weitere Informationen enthalten. Mein Bullet Journal ist auch voll von Infos zu Projekten, Rechercheergebnisse, Notizen, Listen für Projekte und Aufgaben, Ideen, Literatur- und Filmtipps, Skribbels und alles mögliche andere. Alles kannst du im Index fein und säuberlich indexieren. Das hilft dir zum Beispiel auch super, wenn du auf den Seiten 21, 43 und 50 jeweils Notizen hast, die ein und das selbe Projekt betreffen. Dann kannst du im Index einfach den Projektnamen notieren und rechts daneben alle Seitenzahlen und siehst auf einen Blick, wo in dem ganzen Seitenwust sich die wichtigen Infos verbergen.Bullet Journaling – Buch, Website & AppViele weiter Informationen und Tipps sowie tolle Geschichten rund um die Erfolg beim Bullet Journaling findest du in dem lesenswerten und wirklich unterhaltsam geschrieben Buch von Ryder Caroll. Auch auf seiner Website bulletjournal.com gibt es sehr viele, gute Erklärungen und Anleitungen. Und schließlich kannst du dir auch eine App herunterladen für Android und iOS.