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#sozial

Marken-Persona: für die öko-faire Kommunikation
Vorlage zur Erstellung einer Marken-Persona

Auch das noch so tolle Projekt des öko-sozialen Wandels wird nicht von alleine bekannt und erfolgreich. Es braucht eine gute, durchdachte Kommunikation. Die Markenpersona ist dabei ein wichtiger Grundstein. Wer andere für seine Idee, sein Projekt, seine Organisation oder sein Unternehmen begeistern will, muss im Getöse der heutigen Werbe- und Medienwelt mitspielen. Wer darauf hofft, dass sich öko-faire Produkte oder wichtige Anliegen von selbst verkaufen (nach dem Motto „sie sind doch fair und ökologisch, das muss doch jede*r sehen und zugreifen“), wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden. Auch wir mussten das einsehen. Auch wenn wir keineswegs Fans der nach Aufmerksamkeit eifernden Marketing- und Werbewelt sind.Werte und Taten entscheidenKommunikation, Marketing und Werbung sind also notwendig – das bedeutet aber nicht, dass man mit allen Mitteln mitmachen muss. Im Gegenteil. Aus unserer Sicht ist es entscheidend, dass du dir frühzeitig Gedanken machst, welche Werte deine Marke eigentlich hat – und was das in Taten konkret bedeutet. Authentizität und Glaubwürdigkeit entstehen nur dann, wenn sich deine Werte und deine Taten decken! Das ist unheimlich wichtig. Im echte Leben genauso wie in der professionellen Kommunikation!Weil wir beide Journalisten und Autoren sind, liegt uns das Geschichten erzählen besonders am Herzen. Immer überlegen wir uns: Welche Emotionen wollen wir bei unseren potentiellen Mitstreiter*innen und/oder Kund*innen wecken? Welche Botschaft, welche Mission, welche Werte und welche Vision wollen wir übermitteln? Und in welche Geschichte könnten wir dies alles am besten ausdrücken? Ja, und dann machen wir uns auf die Suche nach der richtigen Geschichte. Mal sind wir die Protagonisten (zum Beispiel in unserem Buch „Faironomics“), mal sind es Stellvertreter unserer Mitstreiter*innen oder Kund*innen. Mal ist es die Marke selbst, die sich ins Abenteuer wagt und eine Heldenreise durchlebt.Die Marken-PersonaDrucke die PDF-Vorlage aus und entwickele eine Persona für deine Organisation, dein Unternehmen, dein Angebot oder deine Aktion.Marken-Persona (PDF) Was ist eine Marke und Persona?Der erste wichtige und hilfreiche Schritt ist, dass du eine Persona für deine Marke entwickelst.Eine Marke ist die Gesamtheit aller Eigenschaften deiner Idee, deines Produktes, deines Services oder deiner Organisation, die sie von anderen Ideen, Produkten, Services oder Organisationen unterscheidet. Das sind Dinge wie Aussehen, Name oder Werte.Eine Persona ist im Kommunikationsbereich eine fiktive Figur, die einen Kunden, einen Mitstreiter, einen Stakeholder oder auch eine Marke repräsentiert. Es ist ein bisschen so, als ob du dir für einen Roman die Heldenfigur ausmalst – nur dass du dich bei den Eigenschaften etc. an deiner Marke, den Zielgruppen o.ä. orientierst.Entwickle deine MarkenpersonaUm eine Persona für deine Marke zu entwickeln, kannst du folgendermaßen vorgehen: Lade dir das PDF mit der Vorlage für deine Markenpersona herunter und drucke sie dir aus. Suche dir einen Ort, an dem du ungestört eine Stunde lang an deiner Persona arbeiten kannst. Gehe dann folgendermaßen vor:1. Der NameWie lautet der Name deiner Markenpersona? Das ist in der Regel der Name deines Produktes, deiner Organisation, deines Unternehmens, deiner Dienstleistung, deiner Veranstaltung, deiner Kampagne oder anderes. Überlege dir, ob der Name aussagekräftig ist: Weiß man sofort, worum es geht, wenn man ihn hört – etwa wie bei „Fair Coffee“ oder „Susanne Schmidt Umweltberatung“?Oder ist es ein Fantasiename, wie zum Beispiel „Welluu“? Dann musst du sicherlich mehr Zeit und Arbeit aufwenden, um den Namen bekannt zu machen und den Menschen die richtige Assoziation dazu zu geben. Bei der Auswahl eines Namens kannst du dich fragen, ob er die richtigen Emotionen transportiert, sich leicht merken lässt, schon vergeben ist und ob es dazu eine Web-Domain gibt.2. Die VisionWie sieht die Welt aus, wenn deine Kampagne erfolgreich war? Wenn dein Produkt angewendet wird? Wenn dein Service in Anspruch genommen wird? Wenn deine Organisation tätig wird? Wenn deine Initiative ihre Ziele erreicht hat? Welche Verheißung kann deine Marke bzw. deine Persona deinen Mitstreiter*innen in Aussicht stellen. Wichtig: Diese muss sich selbstverständlich erfüllen. Versprichst du zum Beispiel mit einem Produkt das Blaue vom Himmel, weil es sich gut anhört, kannst das in Wahrheit aber gar nicht einhalten, ist das natürlich höchst kontraproduktiv.3. Die WerteWelche Werte prägen deine Markenpersona? Lege dazu eine Liste an, in der du alle Werte sammelst. Überlege dann, welche der Werte du mit vergleichbaren Produkten, Organisationen, Initiativen etc. teilst – und welche davon deine Markenpersona unterscheiden. Unterstreiche diese. Überlege dir dann, welche drei differenzierenden Werte besonders wichtig sind – für dich, aber auch für deine Zielgruppe. Hebe sie hervor. Durch welche Taten kann deine Markenpersona diese Werte zum Ausdruck bringen? Es ist besser, seine Werte im Handeln zu zeigen, als darüber zu reden!4. Die MissionWas tut deine Markenpersona, um ihre Vision zu erreichen? Bietet sie einen Workshop an? Verkauft sie ein bestimmtes Produkt? Organisiert sie eine Demo? Macht sie Veranstaltungen? Ggf. kannst du dich fragen (vor allem bei Kampagnen), wie deine Mitstreiter*innen deine Markenpersona bei ihrer Mission unterstützen können, damit sie ihre Vision auch tatsächlich erreicht.5. Das AussehenWas für ein Symbol, Zeichen oder Logo gibt deine Markenpersona wieder? Welche Farben passen zu ihr? Welche Schriftart gibt sie gut wieder? Hier geht es um die visuelle Ausdruckskraft deiner Markenpersona. Uns hilft es darüber hinaus auch, wenn wir uns für die Markenpersona tatsächlich ein Wesen ausmalen. Das kann ein Mensch sein, muss es aber nicht. Manchmal ist auch ein Tier die richtige Wahl oder ein Fabelwesen. In jedem Fall visualisieren wir ihn mit Haut und Haar :-)6. Die SpracheAuch die Sprache charakterisiert eine Markenpersona auf der subtile und zugleich intuitive, eindrückliche Weise. Über die Wahl einer gewissen Tonalität kannst deine Markenpersona ihre Werten und Charaktereigenschaften ausdrücken, ohne dies direkt sagen zu müssen. Eine jugendliche Sprache in Verbindung mit einer Du-Anredeform hat zum Beispiel eine ganz andere Wirkung, also eine Sie-Anrede und etwa eine akademische Sprache. Hierbei gibt es kein gut oder schlecht – es ist vor allem wichtig, dass die Wahl zu deiner Persona passt.7. Die EssenzWas ist der Existenzgrund deiner Marke – zusammen gefasst in einem Satz? Manche Existenzgründer*innen formulieren hierfür auch den sogenannten Elevator-Pitch. Die Idee dahinter ist: Mit welchem Satz könntest du einem wildfremden Menschen, den du für rund 60 Sekunden im Aufzug triffst, vermitteln, worum es bei deiner Marke geht und warum sie spannend für ihn oder sie ist?8. Das VersprechenDas Versprechen oder auch Werteversprechen bringt auf den Punkt, warum dein Angebot, deine Idee, deine Organisation oder Initiative für eine bestimmte Zielgruppe überhaupt wichtig ist. Welches Problem dieser Menschen löst es? Wobei kann sie ihnen helfen? Wie macht sie ihr Leben schöner, angenehmer, sinnvoller, besser? Versuche die Botschaften so gut es geht zu zuspitzen und auf den Punkt zu bringen – aber bleibe realistisch. Eventuell kann es dir helfen, deine Sätze noch einmal mit Vertreter*innen deiner Zielgruppen gegen zu checken, um so nach und nach zu der richtigen Formulierung zu kommen.Tipp: Persona deiner Mitstreiter*innenEine Persona von deinen Mitstreiter*innen kann dir bei der Ideenentwicklung und Kommunikation ebenfalls sehr hilfreich sein. Eine Vorlage dafür findest du in der Übung „Ideen prüfen – das Ideen Canvas“.

Moderationsmethoden für Meetings
Moderationsmethoden für produktive und gemeinschaftsbildende Meetings

Mit den richtigen Moderationsmethoden werden Meetings produktiv und gemeinschaftsbildend. Tipps, Methoden und Prozesse für die Moderation von Meetings. Meetings können eine anstrengende, zeitraubende und unproduktive Angelegenheit sein – wenn sie nicht richtig vorbereitet und durchgeführt werden. Doch wenn es eine*n Moderator*in gibt, der/die die Sache mit Herz und Verstand in die Hand nimmt, dann bringen Meetings nicht nur tolle Ergebnisse – sie sind dann für alle auch ein Erlebnis, dass zusammenbringt und verbindet. Und das ist wichtig. Denn unsere These ist: Um die Wirtschaft, die Gesellschaft und die ganze Welt öko-fairer zu machen, müssen wir unsere Art der Zusammenarbeit verändern! Wir müssen Formen der Kooperation finden, in denen Vertrauen wächst, wir uns gegenseitig ermutigen und fördern und das gemeinsame Anliegen wichtiger ist, als das eigene Ego.Deshalb gibt es hier eine Reihe von Tipps für dich, wie du Meetings gut vorbereiten und zu einem Lernort machen kannst, indem alle Beteiligten neue Kooperationsformen, Kommunikations- und Verhaltensweisen für eine bessere Welt üben können.Warum sind manche Meetings umproduktiv?Warum klappt es so oft nicht mit produktiven Meetings, die alle mit einem guten Gefühl verlassen? Nach unserer Erfahrungen hapert es an folgenden Punkten:1. Die Meetings sind schlecht vorbereitetEs ist unklar, was das Ziel des Meetings ist und in welchen Schritten man sich dorthin bewegen will.Die Lösung: Es sollte immer jemand für diesen Punkt die Verantwortung tragen. Das bedeutet, dass sie oder er das Ziel des Treffens klärt, bevor ihr euch trefft. Manchmal stellt sich dabei nämlich heraus, dass gar kein Meeting nötig ist! Außerdem kann sie oder er eine Agenda und ein Ablauf im Vorfeld machen und mit den anderen Teilnehmer*innen abstimmen. Geübte Teams können diese aber auch zu Beginn des Meetings gemeinsam erstellen.2. Es fehlt eine Moderation bzw. KommunikationsregelnDann reden die Extrovertierten munter vor sich hin, kommen vom Hölzchen zu Stöckchen – einfach nur, weil sie sich so gerne reden hören. Die Introvertierten machen es sich derweil in ihrer Schweigsamkeit gemütlich.Die Lösung: Erstellt gemeinsam Kommunikationsregeln (wie „wir lassen uns ausreden“ oder „wir nutzen ein Handzeichen, wenn uns ein Beitrag zu lange dauert“). Ernennt pro Meeting eine*n Moderator*in (am besten schon bevor es losgeht, damit der- oder diejenige Zeit hat, sich vorzubereiten). Außerdem kann es sehr hilfreich sein, im Kreis zu sprechen und einen Redestein zu nutzen (ja, ich weiß: manche belächeln das. Aber probiert es einfach mal aus – es bewirkt wirklich etwas!).3. Es gibt kein ProtokollEin Klassiker unproduktiver Meetings ist, dass alle reden und reden – aber niemand schreibt irgend etwas auf oder visualisiert etwas in irgend einer Form. Die Menschen gehen wieder auseinander – und ein paar Stunden später gibt es keine gemeinsame Vorstellung mehr, was man in dem Treffen eigentlich vereinbart hat.Die Lösung: Benennt zu Beginn des Meetings eine Person, die für die Dokumentation sorgt. Das bedeutet nicht, dass sie alleine mitschreiben muss, aber sie achtet darauf, dass alles festgehalten wird. Macht es euch zur Gewohnheit, so viel visuell zu arbeiten wie möglich. Nutzt Flipcharts, Post-Its und Moderationskarten, um schon während ihr sprecht festzuhalten, was die Aufgabe, die Idee, der Termin, die Information etc. ist. Zeichnet und skribbelt dabei auch gerne – dann bleibt der Inhalt besser im Gedächtnis!4. Keine LernkulturWenn das Bewusstsein dafür fehlt, dass die Art der Zusammenarbeit ein Thema oder eine Aufgabe unter anderen ist, die ein Team, eine Gruppe, eine Initiative oder Organisation gemeinsam ebenfalls bearbeiten muss – dann kann sie in dieser Hinsicht nicht dazu lernen. Jede*r denkt sich dann vielleicht „Ach, immer diese nervigen Meetings“ – aber es gibt keine Gelegenheit, daran etwas zu verändern.Die Lösung: Nehmt euch – zum Beispiel am Ende des Meetings – immer ein bisschen Zeit, um die Qualität eurer Zusammenarbeit zu reflektieren. Zumindest so lange, bis ihr das Gefühl habt, dass alles gut läuft.Was zeichnet einen guten Moderatoren aus?Es kann in einer Gruppe zu Konflikten kommen, wenn jemand die Moderation eines Meetings übernimmt und gleichzeitig als Team-Mitglied an Diskussionen teilnimmt. Der Grund ist, dass man als Moderation eine gewisse Machtstellung haben kann – wenn man sie ausnutzt. Auf diese Weise kann man als Moderation Diskussionsverläufe manipulieren, immer unter dem Deckmäntelchen, dass es ja nur um Kommunikationsregeln und Abläufe gehe. Wenn du also die Moderation eines Meetings übernimmst, solltest du folgende Regeln beachten:Sorge für eine gute Organisation (etwa von Zeit, Ablauf, Materialien u.v.m.)Sei in deiner Rolle als Moderator*in neutral (mach deutlich, wenn du als Team-Mitglied Stellung beziehst und trenne diese beiden Positionen sorgfältig!)Sei empathisch (sei dir bewusst, dass du leicht eine Machtposition ausnutzen kannst, versuche andere Positionen etc. anzunehmen und niemanden zu verurteilen! Akzeptiere Kritik und nimm sie als Gelegenheit, dazu zu lernen)Sei diszipliniert (versuche den Ablauf konsequent so zu gestalten, dass es der Gemeinschaft und der Sache zugute kommt. Versuche Introvertierte zum Reden zu ermutigen und Vielredner*innen zu bremsen)Bleibe achtsam (bleibe mit deiner ganzen Aufmerksamkeit beim Geschehen. Du hast zwei Aufgaben: Den Ablauf des Meetings optimal zu steuern und ggf. als Mitglied mitzuarbeiten) Der Aufbau guter MeetingsJedes Meeting unterteilt sich in die drei Phasen: Anfangsphase, Arbeitsphase und Abschlussphase. Wichtig ist dabei:1. AnfangsphaseAm besten beginnst du jedes Meeting mit einem sogenannten Check-In. Dabei stellt ihr euch immer wieder die gleichen (drei) Fragen und beantwortet sie einmal im Kreis herum. Inhaltlich sollte es in diesen Fragen nicht um Fachliches gehen, sondern um persönliches. Auf diese Weise bekommen alle ein Gefühl für den Zustand der anderen und können viel besser gut miteinander umgehen. Mögliche Check-In-Fragen sind zum BeispielWie geht es dir?Was bringst du mit?Welche besonderen Aha-Erkenntnisse magst du mit uns teilen?Die Anfangsphase kann auch mit einem Moment der Stille und/oder einem Gedicht oder dem Schlag einer Zimbel beginnen oder enden. All das sind Rituale, die dem Team signalisieren: Jetzt beginnt das Meeting. Dies erzeugt eine höhere Konzentration und bessere Arbeitsstimmung.2. ArbeitsphaseIn dieser Phase geht es um das eigentliche Ziel des Meetings. Je nach Anlass ist es sinnvoll unterschiedliche Methoden zu wählen:Geht es um Kreativität und Ideenfindung, dann wähle Kreativmethoden bzw. solche, die Gespräche, die kollektive Intelligenz und Ideenvielfalt fördern (also eher divergent wirken).Geht es um Planung und Abstimmung, dann wähle Methoden, die Klarheit, Struktur und Fokus verschaffen (also eher konvergent wirken).Geht es um die Lösung eines Problems oder Konfliktes, dann wähle Methoden, die moderieren, Dahinterliegendes zeigen, Positionen verdeutlichen und auf gemeinsame Entscheidungen hinauslaufen.Methoden-TippsEs gibt eine ganze Reihe von Methoden, die für bestimmte Anwendungsfälle gedacht sind oder ein bestimmtes Problem lösen sollen. Dazu gehören zum Beispiel:KreisgesprächeDynamic FacilitationAppreciative Inquiry (AI)OpenSpaceArt of HostingWorldcaféLiberating StructuresDragon DreamingMetaplan TechnikManche der Methoden – wie OpenSpace oder Zukunftswerkstatt – sind aber vor allem auch für Großgruppenveranstaltungen gedacht. Sie lassen sich unserer Erfahrung nach aber auch für Meetings bzw. kürzere Arbeitstreffen mit einer kleineren Anzahl von Menschen anpassen und einsetzen. 3. Die SchlussphaseEin guter Abschluss ist ebenso wichtig für ein gelungenes Meeting, wie die ersten beiden Phasen. In der Schlussphase stellt die Moderation sicher, dass:Alle Vereinbarungen klar und für alle zugänglich dokumentiert sindAlle notwendigen Entscheidungen gemeinsam getroffen wurdenAlle Ideen und Ergebnisse festgehalten und zugänglich sindEs keine offenen Punkte oder losen Enden mehr gibtIm Idealfall fasst der/die Moderator*in das Wichtigste noch einmal kurz zusammen und lässt sich von anderen ergänzen, falls nötig. Außerdem kann es sinnvoll sein, gleich einen Folgetermin für das nächste Meeting und ein Ziel festzulegen.Beendet jedes Meeting mit einem Check-Out. Wie beim Check-In geht es hierbei nicht um Inhaltliches, sondern um Persönliches. Unserer Erfahrung nach hat es langfristig einen überaus positiven Einfluss auf die Atmosphäre in der Gruppe, wenn es dabei um positive Bewertungen geht. Fragen, die wir gerne nutzen sind:Wie geht es dir?Wofür bist du dankbar?Wem in dieser Runde möchtest du ein Kompliment machen? Dein FeedbackWenn du selbst Erfahrung mit der Moderation von Meetings und Arbeitstreffen hast, dann teile doch deine Tipps und Kenntnisse mit den anderen: Hinterlasse einen Kommentar!

Nutzen-Matrix: Das minimalistische Büro
Die Nutzenmatrix: Finde heraus, was du wirklich brauchst!

Ein minimalistisches Büro tut der Seele und der Umwelt gut. Außerdem hilft dir, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mit der Nutzenmatrix kannst du einfach und schnell erkennen, was du wirklich brauchst. Im Büro ist es nicht anders, als in allen anderen Räumen, die wir im Laufe unseres Lebens bewohnen: In ihnen sammelt sich unglaublich viel Kram an. All die Dinge, die man weder wegschmeißen will, noch verkaufen kann: veraltete Technik, alte Notizen und Unterlagen, Nippes, Büroutensilien, Werbekulis und noch vieles, vieles mehr. Du kennst das sicherlich nur allzu gut.Doch solch verrümpelte Büro sind nicht nur anstrengend, weil sie schwieriger zu reinigen sind, man sich um den ganzen Kram kümmern muss und ständig etwas sucht zwischen all den vielen Dingen – es ist auch ein Abbild für deine Arbeitsweise. Man könnte auch sagen: Ein überfülltes Büro ist Abbild eines überfüllten Geistes. Und gleichzeitig sorgt es auch dafür, dass deine Gedanken schlechter zur Ruhe kommen und sich auf das wirklich Wesentliche konzentrieren können. Ständig fällt dein Blick auf etwas, dass deine Gedanken in ganz andere Richtungen zu ziehen vermag. Ein Teufelskreis. Entrümpele dein Büro, entrümpele deinen GeistDeshalb hat ein minimalistisches Büro – also ein Büro, in dem es nur Dinge gibt, die du wirklich brauchst – mehrere Aufgaben und Vorteile: Es vereinfacht dein Leben, hilft dir bei der Konzentration auf deine Prioritäten und entlastet dich finanziell. Darüber hinaus führt eine minimalistische Grundhaltung dazu, dass du die wenigen Dinge, die du dir zulegst, auch sorgfältig aussuchst – nicht nur im Hinblick auf den Nutzen für dich. Nein, unsere Erfahrung ist, dass man sich dann auch mehr Gedanken darüber macht, welche ökologischen und sozialen Auswirkungen ein Gegenstand bei der Produktion, dem Transport und dem Gebrauch hat.Diese beiden Aspekte – der Nutzen für dich und die Wirkung auf die Welt – sind für uns die beiden wichtigsten Kriterien geworden, anhand derer wir Neuanschaffungen für uns bewerten. Deshalb haben wir für dich die Nutzenmatrix entwickelt. Du kannst sie dir hier als PDF-Vorlage herunterladen, ausdrucken und für alle Gegenstände nutzen, die du in deinem Büro hast.Die Nutzen-MatrixDrucke die PDF-Vorlage aus und bewerte alle Dinge in deinem Büro nach ihrem individuellen, sozialen und ökologischen Nutzen.Nutzenmatrix (PDF) So funktioniert die NutzenmatrixLade dir das PDF mit der Vorlage für deine Nutzenmatrix herunter und drucke sie aus. Nimm dir dann – je nach Größe und Inhalt deines Büros – rund einen Tag Zeit, um alle Gegenstände zu bewerten. Wenn du so viele Dinge hast, dass du sie gar nicht auf einmal alle durchgehen willst oder kannst, dann hast du mehrere Möglichkeiten, um die Dinge in deinem Büro aufzugliedern:Du kannst dein Büro in verschiedene geografische Segmente aufteilen (zum Beispiel in vier Viertel) und dann pro Woche je ein Quadrant durchgehenDu kannst aber auch thematisch vorgehen. Zum Beispiel gehst du an einem Tag alle Papiere durch, an einem andere die Technik und an einem dritten alle Bücher oder ähnliches.Trage dann jeden Gegenstand in der Nutzenmatrix mit einem kleinen Kreuz oder einem Punkt ein und notiere eine Kurzbeschreibung in ein oder zwei Worten dazu. Sie sollten wenig Platz einnehmen, aber auch eindeutig sein.Auswertung deiner NutzenmatrixBetrachte am Ende deine Nutzenmatrix: Gibt es darauf bestimmte Muster? Bist du zum Beispiel jemand, der gerne neue Technik kauft, die dann aber oft in den Regalen verstaubt? Oder gehörst du denjenigen, die auch noch das kleinste Fitzelchen Papier aufheben, auf dem man mal vor zehn Jahren eine flüchtige Skizze hinterlassen hat? Mach dir deine Gewohnheiten bewusst und überlege, ob du sie ablegen möchtest. Behalte deine Muster bei Neuanschaffungen immer im HinterkopfVerpacke dann die Dinge in unterschiedliche Kartons, die du loswerden möchtest:Karton: Dinge zum VerkaufenKarton: Dinge zum VerschenkenKarton: Dinge für einen Tauschbasar, Umsonstladen u.ä.Karton: Dinge zum WegwerfenVersuche für so viele wie möglich Zweitbesitzer*innen zu finden. Sei aber auch empathisch und überlege gut, ob zum Beispiel ein kaputter oder dreckiger Gegenstand (den du schon nicht mehr willst) wirklich nützlich für andere ist.Die Büro-DiätIn unserem Buch Faironomics berichten wir über die Hürden und Herausforderungen unserer eigenen Büro-Diät. Und wir haben dort auch eine Übung zusammengestellt, die dir zeigt, wie du in fünf Schritten an deine eigene Büro-Diät herangehen kannst. Die Nutzenmatrix ist eine super Vorübung für eine Büro-Diät, denn sie gibt dir ein Bewertungschema an die Hand. Die Vorlage für die Nutzenmatrix gehört zu der gleichnamigen Übung, die du ebenfalls im Buch findest.

Geldexperiment: für eine positive Haltung
Anleitung für ein Geldexperiment, um eine positive Haltung zu Finaziellem zu bekommen

Geld kann eine positive Macht entfalten – wenn du dazu bereit bist. Mit dem Geldexperiment kannst du negative Glaubenssätze los werden. Nutze dazu unsere Druckvorlage! Unser Verhältnis zum Geld ist von vielen Glaubenssätzen und Mythen geprägt. Alleine das Geld selbst ist eine Fiktion: Es ist nichts Reales – es ist nur eine Vereinbarung unter einer bestimmten Anzahl von Menschen, dass dieser bedruckte Papierlappen oder jedes geprägte Metallstück einen bestimmten Wert hat. Und doch ist Geld ein Fiktion mit unglaublich weitreichenden Folgen!Verändere deine Haltung!Vielleicht deshalb haben viele Menschen, die sich für den öko-sozialen Wandel einsetzen, ein schwieriges Verhältnis zum Geld. Es ist oft nicht genug davon da. Und es scheint auch irgendwie etwas Schlechtes zu sein. Dabei liegt viel positive Veränderungskraft darin, die eigene Haltung zum Geld zu verändern. Denn Geld ist nur eine von vielen Ressourcen – wie Kreativität, Tatkraft oder Liebe –, die man braucht, um ein öko-soziales Projekt erfolgreich zu verwirklichen.Und wenn wir Geld als eine positive Ressourcen ansehen und anwenden, dann kann daraus auch viel Gutes entstehen: Wir können Geld in die Projekte, Unternehmen und Organisationen investieren, die die Welt so mitgestalten, wie wir uns das wünschen. Wir können anderen Menschen mit Hilfe finanzieller Unterstützung unsere Wertschätzung zeigen, ihnen Mut, Freiheit und die innere Ruhe schenken, die notwendig sind, um sich den Herausforderungen in unserer Welt zu stellen.Das GeldexperimentDrucke die PDF-Vorlage aus und entwickele dein Geldexperiment, um an deinen negativen Glaubenssätzen zu arbeiten. Weitere Tipps zum Ausfüllen findest du unten. Geldexperiment (PDF) Warum überhaupt ein Experiment?Du siehst also, eine positive Haltung dem Geld gegenüber zu entwickeln und Geld dann anders, konstruktiv einzusetzen, hat eine gewaltige Veränderungskraft. Diesen Schritt kannst du aber nicht einfach von heute auf morgen gehen. Es ist nicht nur eine Sache des Kopfes. Es reicht nicht, einmal darüber nachzudenken – und schon hast du eine andere Haltung. Vielmehr hat sie sich über viele Jahren hinweg mehr oder weniger unbewusst aufgebaut. Deshalb ist es auch ein längerer Prozess, deine Einstellung zu verändern.Eine Hilfe dabei können unserer Erfahrung nach Experimente sein. Wir setzen sie selbst gerne eine. Und zwar immer dann, wenn wir uns selbst etwas beweisen wollen: Zum Beispiel, dass wir etwas tun können, von dem wir nicht ganz sicher sind, ob das stimmt. Oder wenn wir uns beweisen wollen, dass ein negativer Glaubenssatz nicht der Wahrheit entspricht. Beides ist natürlich eine Herausforderung, die mal mehr, mal weniger Mut erfordert. Denn es könnte ja auch sein, dass es doch stimmt und dann tappen wir in die Falle!Mit einem Experiment kannst du dir für solch einen Fall einen sicheren Rahmen geben. Du kannst genau bestimmtenwie lange das Experimente gehen sollwann es stattfinden soll (wähle einen günstigen Zeitpunkt)welche Variablen es gibt (sie bestimmen, wie leicht oder schwer das Experiment für dich wird)was deine Ziele sind (was genau willst du beweisen oder widerlegen?)welches Risiko du eingehst (was bist du bereit zu verlieren bzw. zu riskieren?)So machst du dein GeldexperimentDu kannst dir die Vorlage für das Geldexperiment als PDF-Datei herunterladen, ausdrucken und bei deinem Geldexperiment ausfüllen. Folge dabei den Schritten auf dem PDF bzw. wie wir sie im folgenden erklären:1. Negative GlaubenssätzeDer erste Schritt für dein Geldexperiment ist, dass du dir zunächst einmal ganz ehrlich bewusst machst, welche negativen Glaubenssätze du in Bezug auf das Geld überhaupt hast. Gaubenssätze sind meist unbewusste Überzeugungen, Muster oder Verallgemeinerungen, die wir schon in unserer Kindheit übernommen haben und seit dem unhinterfragt als Wahrheit ansehen. Ganz oft sind dies Verallgemeinerungen („nie hab ich genug Geld“ oder „immer nutzen mich die anderen aus“) oder eine Art Redewendung und Sprüche (wie „Geld stinkt“ oder „Geld korrumpiert“). Du kannst dir aber auch mal überlegen, womit genau du unzufrieden bist, wenn es um's Geld geht. Welcher Glaubenssatz könnte dem zugrunde liegen? Schreibe alle Glaubenssätze ohne lange zu überlegen in einer Liste auf und suche dir dann die drei Glaubenssätze heraus, die dich derzeit am meisten einschränken und behindern.2. Positive AffirmationenKehre nun deine drei wichtigsten negativen Glaubenssätze in positive Affirmationen um. Tue das ganz mechanisch. Es kommt nicht darauf an, dass du jetzt schon daran glaubst! Wenn du also zum Beispiel den negativen Glaubenssatz hast „nie hab ich genug Geld“, dann notiere dir „ich habe genug Geld“.3. Dein GeldexperimentNun geht es darum, nachzuweisen, ob deine positive Affirmation wahr ist. Der negative Glaubenssatz „ich habe nicht genug Geld“ hat bei mir zum Beispiel zu der positiven Affirmation „ich habe genug Geld“ geführt. Angeregt durch die Bewegung der Geldverweigerer habe ich dann beschlossen, ein Experiment zu machen, bei dem ich eine Woche lang weder Bargeld noch digitales Geld nutze. Vielleicht schwebt dir aber ein anderes Experiment vor: zum Beispiel ein Jahr lang 10 Prozent deiner Einkünfte zu spenden oder bei der nächsten Gehalts- oder Honorarverhandlung das zu verlangen, was du wirklich haben möchtest. Jeder hat andere Wundpunkte und deshalb wirst du sicherlich auch ein anderes Experiment machen.Ich möchte mein Experiment aber als Beispiel nehmen, wie die Angaben in der Vorlage „Mein Geldexperiment“ gemeint sind: Mein Ziel war es zum Beispiel zu erleben, dass ich auch komplett ohne Geld durch's Leben komme und dass es immer Menschen gibt, die mich im Notfall unterstützen – dass also selbst Null Euro genug Geld sind, um zu leben. Der Ablauf war ganz einfach: Ich habe mein Leben ganz normal weiter gelebt (also keine Verabredungen zum Mittagessen abgesagt oder ähnliches), mir aber im Vorfeld überlegt, welche geldfreien Alternativen ich ausprobieren möchte. So habe ich die Ausgabe von Foodsharing besucht, um Lebensmittel zu besorgen. Und ich habe immer geplant, wann ich wohin gehe und was ich an Essen und Trinken mitnehmen muss, weil ich unterwegs ja nichts kaufen konnte.4. Deine Beobachtungen und VariablenWährend des Experiments habe ich ein Tagebuch geführt. Immer abends habe ich für mich zusammengefasst, was mir tagsüber passiert ist. Dabei habe ich mir immer wieder bewusst gemacht, dass ich meine negativen Glaubenssätze viel leichter bestätigt finde, als meine positive Affirmation. Deshalb habe ich mich bewusst auf die Suche nach Beweisen für meine positive Affirmation gemacht.Sicherheit gegeben hat mir, dass ich für mich bestimmte Variablen verändern konnte. Zum Beispiel die Zeit: wer mutiger ist als ich, würde für das Experiment vielleicht einen ganzen Monat ansetzen und dabei sicherlich viel mehr Erfahrungen sammeln, als ich in einer Woche. Außerdem habe ich für mich bestimmt, dass Miete und alles andere weiterläuft, was automatisch von meinem Konto gebucht wird. Überlege du dir, was du verändern kannst, um dein Experiment leichter oder schwerer zu machen. Versuche dabei wagemutig zu sein, aber nicht übermütig. Es ist ein schmaler Grad zwischen zu einfach (und damit nicht inspirierend und erkenntnisreich genug) und zu schwer (und damit beängstigend und überfordernd).5. Die AuswertungNimm dir am Ende deines Experiments mindestens eine Stunde Zeit. Gehe deine Beobachtungen durch und notiere: Was hat gut geklappt, was nicht? Wo haben sich deine Zweifel bestätigt? Wo hast du festgestellt, dass es die Grenzen, die du vermutet hattest, gar nicht gab? Versuche möglichst positiv zu sein – wir sehen zu leicht immer nur das Negative im Leben! Überlege dir auch, was deine Erkenntnisse für dein Leben bedeuten. Gibt es Gewohnheiten, die du künftig ablegen möchtest? Und gibt es Verhaltensweisen, die du künftig beibehalten willst?Teile deine Erfahrungen!Wenn du weitere Ideen, Tipps und Erfahrungen mit einem Geldexperiment hast, dann teile sie mit uns! Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Dein Kosten-Canvas
Was brauchst du tatsächlic? Das Kosten-Canvas gibt dir einen Überblick
Mehr lesen?

Viele Weltverbesserer leiden unter anhaltender Geldnot oder machen sich zumindest Geldsorgen. Das Kosten Canvas hilft dir dabei, aus der Geldfalle herauszukommen. Für viele Menschen, die ein öko-soziales Wandelprojekt verwirklichen möchten, spielt Geld eine schmerzhafte Rolle: Immer ist zu wenig davon da! Und irgendwie hat es oft einen negativen, schmutzigen Beigeschmack. Wer sich mit seinem Projekt für eine bessere Welt einsetzt, möchte auf keinen Fall geldgierig erscheinen. Umgekehrt kann es aber auch vorkommen, dass Menschen oder Unternehmen, die mit einer guten Sache Geld verdienen wollen, in den Verdacht des Green Washing geraten.Keine Kompromisse für's GeldGeld machen und die Welt positiv verändern – das scheint für viele eine gegensätzliche Sache zu sein. Diese Einstellung kommt auch nicht ganz von ungefähr. Wir haben es schon öfter mal erlebt, dass öko-soziale Existenzgründer*innen und Start-Ups ihre anfänglich gute Idee immer mehr verdrehten – nur damit sich irgendwie noch ein Business-Modell darüber stülpen lässt.Natürlich die allermeisten von uns in unserer Gesellschaft von irgend etwas unseren Lebensunterhalt bestreiten. Deshalb spielt Geld auch meistens eine Rolle. Dennoch haben wir aufgrund unserer vielen Jahre Erfahrung für uns beschlossen, dass Geld immer die nachgeordnete Rolle spielt: Erst kommt die Idee – welche Wirkung sie auf dich, auf die anderen und die Welt insgesamt hat. Und erst zum Schluss kommt die Frage, wie du dich, dein Team und dein Projekt finanzieren kannst.Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten – von einem Business-Modell über Spenden bis hin zu Crowdfunding in den verschiedensten Spielarten. Weitere Infos findest du in unserem Buch „Faironomics“ im Kapitel „Geld“. An dieser Stelle möchten wir vor allem noch darauf hinweisen, dass du immer zwei Schrauben hast, an denen du drehen kannst: Einmal an dem, was du an Geldhähnen aufdrehen kannst – also den Geldzufluss. Zum anderen aber auch den Geldabfluss, also die fixen und variablen Kosten.Das Kosten CanvasDrucke die PDF-Vorlage aus und fülle sie aus:  So bekommst du schnell einen Überblick über deine monatlichen Kosten.Kosten Canvas (PDF) Kosten reduzieren?Es gibt sogar Menschen, die komplett geldfrei leben. Raphael Fellmer, den wir bei einer Veranstaltung in Hamburg kennengelernt haben, hat uns hierbei besonders beeindruckt. Er hat zusammen mit anderen die Plattform foodsharing.de ins Leben gerufen. Darüber retten Menschen aus ganz Deutschland (und mittlerweile auch darüber hinaus) Lebensmittel, die ansonsten im Müll landen würden und verteilen sie weiter. Gerade weil er kein Geld für seinen Lebensunterhalt brauchte, hatte er die Freiheit, seine Träume zu verwirklichen. Er hat übrigens auch ein Buch geschrieben (natürlich geldfrei), wie er zusammen mit zwei Freunden ohne Geld bis nach Südamerika gereist ist …So weit muss natürlich nicht jede*r gehen. Dennoch kann es eine Erleichterung sein, darüber nachzudenken, welche geldfreien Möglichkeiten du hast: Könnten sich Menschen ehrenamtlich bei deinem Projekt engagieren? Könnten dich Sachspenden weiterbringen? Könntest du Dinge tauschen, teilen oder leihen? Die Kunst liegt darin, die richtige Balance zu finden: Es geht nicht darum, als knauseriger Asket oder gar Schnorrer möglichst wenig auszugeben. Sondern darum, dort geldfreie Bereiche und Netzwerke aufzubauen, wo es dich unterstützt und vom Druck des Geldverdienens entlastet.Denn knausrig zu sein, verschärft eigentlich nur unser kollektives Grundtrauma mit Geld, das da heißt: Es ist nicht genug für alle da! Je mehr du knauserst, desto mehr verstärkst du diesen Mythos und dadurch die negative Wirkung von Geld. Positiv wenden kannst du es, wenn du Geld als eine von vielen Ressourcen betrachtest, die durch dein Leben fließt: Das Wichtigste ist, dass es immer im Fluss ist. Das bedeutet auch, dass du dein Geld großzügig an diejenigen Menschen, Projekte und Ideen weitergibst, die deine Werte und Visionen teilen.Dein Kosten CanvasEin guter Start in deinen neuen Umgang mit Geld kann eine Bilanz sein: Was brauchst du eigentlich, um dich gut zu fühlen, entspannt zu sein, dein Leben zu genießen – und auch noch dein Weltveränderungsprojekt umzusetzen? Damit du dir diesen Überblick leichter verschaffen kannst, haben wir für dich ein Kosten Canvas entwickelt. Trage dort ein:1. SeinWer oder wie möchtest du sein? Möchtest du ein weiser Yogi werden oder ein smarter Video-Blogger? Wenn du das noch nicht weißt, dann mach doch mal die Übung mit dem Ikigai →LINK. Frage dich anschließend, was du tun musst, um dieser Mensch zu werden.2. TunWas möchtest du tun – entweder, weil du schon lange davon träumst oder weil du es brauchst, um dein ersehntes Sein zu erreichen. Wenn du etwa ein weiser Yogi werden willst, dann brauchst du sicherlich Yoga-Unterricht. Vielleicht gibt es aber auch etwas anderes, was du einfach tun möchtest. Zum Beispiel eine lang ersehnte Reise. Auch das kommt mit auf deine Liste. Addiere dann die Kosten für ein ganzes Jahr und teile sie durch 12. Trage die Kosten pro Monat in dein Kosten Canvas ein.3. HabenUm eine bestimmte Persönlichkeit zu sein, musst du etwas Bestimmtes tun – und vielleicht musst du dafür auch etwas Bestimmtes haben. Wenn du zum Beispiel smarter Video-Blogger werden willst, dann brauchst du eine Kamera-Ausrüstung. Vielleicht gibt es aber auch etwas, was du einfach gerne haben möchtest. Einfach so. Auch das kommt mit auf deine Liste. Addiere dann alle fixen und variablen Kosten für ein Jahr und teile sie durch 12. Trage dann die Kosten pro Monat in dein Kosten Canvas ein.4. SchuldenHast du Schulden? Dann gehört es zu einer wichtigen Regel aller Geld-Minimalisten, dich dieser Schulden so bald wie möglich zu entledigen und dann möglichst nie wieder welche zu machen. Trage in dein Kosten Canvas ein, was du monatlich zahlen musst, um deine Schulden zu bedienen.5. LebensunterhaltWas kostet dich die Miete, die Versicherungen, Nahrung, Kleidung, Freizeitaktivitäten, Mobilität und so weiter und so fort. Du hast hier fixe und variable Kosten. Zu den fixen gehört zum Beispiel deine Miete. Zu den variablen Kosten gehören etwa die Nebenkosten (weil du durch Strom sparten diese beispielsweise reduzieren kannst). Addiere alle Kosten und trage in dein Kosten Canvas die monatlichen Betrag ein.6. SparenWillst du einen kleinen Betrag pro Monat zurück legen? Dies kann gut sein, etwa um unvorhergesehene Ausgaben zu bewältigen – wie eine neue Waschmaschine oder eine Zahnbehandlung.7. LuxusJeder Mensch ist anders. Die einen genießen ihr Leben erst, wenn sie sich ab und an etwa Kostspieliges gönnen. Den anderen empfinden einen langen Spaziergang in der Natur als Luxus. Was auch immer es ist: Mach dir Gedanken darüber, was dein Leben schön und genussvoll macht. Berechne dann die Kosten pro Jahr, die du dafür einplanen möchtest und teile sie durch 12. Notiere dir dann diesen Betrag in deinem Kosten Canvas.Addiere einen Puffer!Zum Schluss rechnest du alle Kosten einmal zusammen. Dann – und das ist wichtig – multiplizierst du diesen Betrag mit 130 Prozent. Dadurch hast du einen finanziellen Puffer von 30 Prozent (besser wären eigentlich 50 Prozent). Der ist wichtig, denn die Erfahrung zeigt: Alles wird immer teurer, als gedacht! Und wenn am Ende tatsächlich doch etwas übrig ist, dann spende es doch für einen guten Zweck :-)

Dragon Dreaming
Die 4 Phasen eines Dragon-Dreaming-Projektes: Träumen, Planen, Handeln, Feiern

Öko-soziale Projekte gemeinschaftlich und ganzheitlich planen? Die Philosophie und die Methoden des Dragon Dreaming unterstützen dich dabei, aus einer Idee ein erfolgreiches Projekt zu machen.„Wenn du schnell gehen willst, dann gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, dann gehe gemeinsam“, soll ein altes afrikanisches Sprichwort lauten. Das Anliegen von Dragon Dreaming ist, beides zusammen zu bringen – gemeinsam schnell und weit zu kommen. Denn die Veränderungen, vor denen wir als Menschengeschlecht stehen, sind gewaltig; Klimakatastrophe, Artensterben, globale Gerechtigkeit, Digitalisierung und vieles mehr erfordern von uns, dass wir lernen ganz neu miteinander zu kooperieren.Die Philosophie des Dragon DreamingJedes Dragon-Dreaming-Projekt soll daher drei Prinzipien folgen:Es soll das Wachstum jedes einzelnen Individuums fördernEs soll die Gemeinschaftsbildung unterstützenUnd es soll die Welt schützen oder besser noch stärken und verschönernDamit hat jedes Dragon-Dreaming-Projekt zwei Ebenen, auf denen es erfolgreich sein kann: Zunächst das Projektziel selbst – also etwa ein Unternehmen zu gründen, eine Initiative ins Leben zu rufen oder eine Kampagne zu verwirklichen. Darunter liegen aber auch die drei Ziele, die sich aus den Prinzipien ergeben. Wird ein Projekt so geplant und durchgeführt,dass jede*r einzelne Beteiligte dadurch dazu lernt, ermutigt wird und über sich hinauswächst;dass das Vertrauen und die kollektive Kreativität in der Gemeinschaft wachsen;und dass es für soziale Gerechtigkeit und den Schutz aller Lebewesen sorgtdann kann eigentlich kein Projekt mehr scheitern. Denn selbst wenn das Unternehmen nicht klappt, die Initiative nicht funktioniert oder die Kampagne scheitert, ist auf der Ebene der drei Prinzipien bereits sehr viel gewonnen.Dragon Dreaming E-BookGenauere Infos und Hintergründe zu den Methoden und Prozessen des Dragon Dreaming findest du in dem E-Book, das du dir als PDF kostenlos herunterladen kannst:Dragon-Dreaming-E-Book (PDF) Die Methoden des Dragon DreamingUm diese Ideale in die Praxis umzusetzen, bietet Dragon Dreaming eine Reihe von Methoden, die OpenSource sind (also von jeder*m abgewandelt werden können) und unter Creative Commons stehen (also keine Lizenz verlangen). Die Methoden orientieren sich nach den vier Phasen, die ein Dragon-Dreaming-Projekt natürlicherweise durchläuft:1. TräumenZunächst entsteht die Idee eines Projektes im Kopf eines Menschen. Dieser zieht los und erzählt anderen davon. Ist die Motivation hoch genug sammeln diese Menschen immer weitere Informationen, wie die Idee praktisch aussehen könnte – bis sie irgendwann so viele Informationen haben, dass sie in die Phase der Planung übertreten. Methoden: Traumkreis, Mia Mia2. PlanenIn dieser Phase wird es konkret. Die Projektmitglieder wägen konkrete Alternativen gegeneinander ab und entwickeln ihre Strategie. Sie entwickeln erste Prototypen und Tests und passen ihren Traum an die Möglichkeiten der Umwelt an. Irgendwann sind die Prototypen so ausgereift, dass ein Übergang zur Umsetzung – dem Handeln – stattfindt. Methoden: Objective Setting, Karabirrdt, Force-Field-Analysis, Committment Setting3. HandelnHier setzten die Projektmitglieder ihre Pläne um. Dabei sorgen sie dafür, dass alle Ressourcen und Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Sie überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind und das umsetzen, was sie in der Traumphase tatsächlich wollten. Gegebenenfalls korrigieren sie ihre Schritte. Irgendwann zeigt die Evaluation, dass das Team seine Ziele erreicht hat. Dann tritt es in die Phase des Feierns ein. Methoden: Buddy-System, KPIs, Empowered Fundraising, Empty Centered Organisation, Blockages4. FeiernBeim Feiern geht es nicht nur darum, ausgelassen und fröhlich zu sein, das Leben zu genießen und gemeinsam ohne alle Alltagsdinge zusammen zu kommen. Es geht auch um Reflexion, darum sich Zeit zu nehmen, zurück zu schauen und das Vergangene zu verarbeiten. In der Phase des Feierns können wichtige Erkenntnisse entstehen: Was habe ich durch meine Erfolge gelernt? Und was durch meine Fehler und meine Niederlagen? Wie haben wir uns als Gemeinschaft weiter entwickelt und warum? Und was ist der „Ertrag“ (auf materieller und nicht-materieller Ebene), den wir mit der Welt teilen können? Wesentliche Einsichten können alle Mitglieder dann in das nächste Projekt mitnehmen – also in die nächste Traumphase auf einem nächsten Erfahrungs-Level starten. Methoden: Pinakarri, Win-Win-Kommunikation, Checkin, Checkout, EnergizerDie Dragon-Dreaming-CommunityDragon Dreaming ist nicht nur eine Philosophie und ein Methodenkoffer – es ist auch eine internationale Gemeinschaft an Menschen, die Unternehmen, Organisationen, Initiativen, Gemeinschaften, Aktionen und Kampagnen für den öko-sozialen Wandel verwirklichen möchten. Unter www.dragondreaming.org gibt es einen Überblick über die Communitys der verschiedenen Länder. In unregelmäßigen Abständen gibt es auch ein sogenanntes Confestival. Das ist eine Zusammenkunft von Dragon-Dreaming-Trainer*innen aus aller Welt, die gemeinsam feiern, sich über die Anwendung der Dragon-Dreaming-Methoden austauschen und über gemeinsame nächste Projekte der Dragon-Dreaming-Community nachdenken.

Karte der Mitstreiter
Die Karte der Mitstreiter: Vorlage zum Herunterladen und Ausfüllen

Du hast einen Traum, ein Projekt, eine Idee oder eine Initiative, die Mitstreiter braucht? Dann nutze die Karte der Mitstreiter, um deine Strategie für ein tragfähiges Unterstützernetzwerk zu entwickeln. Niemand kann einen Traum, eine Idee oder ein Projekt alleine verwirklichen. Wir alle brauchen dafür andere Menschen, die uns unterstützen – und sei es auch nur mit einem offenen Ohr und ermutigenden Worten. Dabei haben wir im Laufe der Zeit immer wieder gemerkt, dass sich viele schwer damit tun, ihr Unterstützernetzwerk zu finden. Sie schaffen es vielleicht zwar eine zeitlang, einen Kreis von Menschen um sich zu scharen und für die Sache zu begeistern. Doch nur allzu schnell ist das Interesse auch schon wieder erloschen und sie wenden sich anderen Dingen zu.Versetzt man sich auf die Seite der anderen, so wird auch schnell klar, warum das so ist: Unser aller Leben ist voll mit Erfordernissen, Sachzwängen, Möglichkeiten und Verpflichtungen. Hand auf's Herz – die meisten von uns sind doch froh, wenn endlich alles Notwendige getan ist und man einfach mal Zeit für sich hat. Sich dann noch für ein weiteres Projekt zu verpflichten oder auch nur zu interessieren, fällt vielen nicht gerade leicht. Da muss es sich schon um eine ganze besondere Sache und/oder ganz besonders tolle Gruppe von Menschen handeln, die da in einem Unterstützernetzwerk zusammenkommen.Wenn du also Mitstreiter für ein Projekt, eine Idee oder eine Sache suchst, ist das nicht gerade leicht. Deshalb ist es wichtig, dass du dir dazu einige Gedanken machst – und dir genau überlegst, wie du mit den unterschiedlichen Gruppen umgehen könntest. Unsere „Karte der Mitstreiter“ hilft dir dabei, eine durchdachte Strategie zum Aufbau deines Unterstützernetzwerkes zu entwickeln.VorlageLade dir das PDF herunter und drucke es aus, um eine Vorlage für deine Karte der Mitstreiter zu haben.Karte der Mitstreiter (PDF)So erstellst du deine Karte der MitstreiterNimm dir rund 45 Minuten Zeit und such dir einen ruhigen Ort. Lade dir die Vorlage für die Karte der Mitstreiter herunter und drucke sie dir aus. Trage nun ein:1. Deine WidersacherAuf der linken Seite deiner Vorlage findest du vier Kästchen mit einem Bizeps darin. Das sind die Felder für deine Widersacher. Überlege dir, welche deiner Widersacher aktiv sind – also konkret gegen dein Projekt, dein Thema oder deine Idee vorgehen, durch Worte und/oder Tagen. Diese kommen ganz nach links. Unterteile sie in die aktiven Widersacher, die viel Einfluss haben (sie kommen in das Kästchen oben) und in diejenigen mit wenig Einfluss (sie kommen in das Kästchen unten). Genauso gehst du mit den passiven Widersachern um. Das sind Menschen, Organisationen oder Institutionen, die zwar gegen deine Sache eingestellt sind, aber nichts konkret dagegen unternehmen.2. Deine MitstreiterAuf der rechten Seite findest du vier Kästchen für deine Mitstreiter. Sie enthalten alle ein Herz. Auch hier gibt es passive Mitstreiter, die zwar für deine Sache sind, aber nicht aktiv werden – und aktive Mitstreiter, die sich mit Worten und/oder Tagen für dien Projekt, deine Idee oder dein Thema engagieren. Oben trägst du wieder jeweils die passiven oder aktiven Mitstreiter mit viel Einfluss ein, unten diejenigen mit wenig Einfluss.3. Deine StrategieDu kennst nun deine Pappenheimer. Nun geht es darum, eine Strategie zu entwickeln, wie du aus aktiven Widersachern passive machst – aus passiven Widersachern passive Mitstreiter – und aus passiven Mitstreitern aktive. Versuche also alle Menschen, Organisationen und Institutionen von links nach rechts zu bewegen, Schritt für Schritt. Das ist natürlich besonders bei denjenigen wichtig, die über viel Einfluss verfügen. Wichtig ist dazu, dass du diesen Menschen genau zuhörst: Was genau mögen sie an deiner Idee, deinem Projekt oder deinem Thema nicht? Hast du Mittel und Möglichkeiten, um sie davon zu überzeugen (sie also zu Mitstreitern zu machen)? Und wenn nicht: Was könntest du tun, um ihnen zumindest die Lust und Motivation zu nehmen, konkret gegen dich zu agieren? Diese Übung ist auch eine gute Maßnahme, um sich auf mögliche Shitstorms vorzubereiten.4. Ermächtige deine MitstreiterZeitgleich kannst du dir aber auch überlegen, wie du den aktiven Mitstreitern mit wenig Einfluss mehr Einfluss verschaffst: Was kannst du tun, um sie zu ermächtigen? Könntest du ihnen eine Stimme geben? Könntest du ihnen in Workshops die Fähigkeiten vermitteln, die sie brauchen, um gehört zu werden?Tipp: Nimm dir für diese Übung Zeit. Wenn du möchtest, kannst du auch aktive und passive Mitstreiter dazu einbinden. Je mehr Menschen, desto mehr Ideen kommen zusammen. Wähle im Anschluss daran aus, welche Maßnahmen jetzt gerade möglich und sinnvoll erscheinen, um dein Unterstützernetzwerk aufzubauen. Es lohnt sich auch, diese Übung immer mal wieder zu machen, weil sich das Umfeld um dein Projekt, deine Idee oder deine Initiative herum immer wieder verändert. 

Ikigai – japanische Lebenskunst
Finde dein Ikigai: Druckvorlage bei www.faironomics.de

Ikigai kommt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Lebenswert“ („iki“ für „Leben“ und „gai“ für „Wert“). Mit Hilfe einiger Fragen, kannst auch du diesen übergeordneten Sinn deines Lebens finden. Wir leben in einer schnellen Welt, in der wir durch Tausende von Nachrichten, Botschaften und Meldungen ständig von uns selbst abgelenkt werden. Kein Wunder,dass sich immer mehr Menschen nach einem Fokus auf das wirklich Wesentliche sehnen. Doch anscheinend war das auch schon vor Tausenden von Jahren so, denn die Philosophie des Ikigai ist schon sehr alt – und hat sich bewährt, wenn man sich zum Beispiel die Bewohner*innen der japanischen Insel Okinawa ansieht. Sie sollen zu den glücklichsten Menschen der Welt gehören – und zu denen, die auch besonders alt werden. Glück und Gesundheit hängen ja zusammen. Das eigene Ikigai zu kennen und zu leben, spielt da auf jeden Fall eine wesentliche Rolle.Die Bereiche des IkigaiDas Ikigai ist sicherlich auch deshalb so beliebt, weil es über eine ganz einfache Grafik die gesamte Philosophie auf einen Blick rüber bringt. Wir haben sie für dich in einem Canvas visualisiert, das du nutzen kannst, um deine Antworten darin einzutragen.Ikigai (PDF)Wie du siehst, besteht das Ikigai aus vier Kreisen für das,was du liebstwas du gut kannstwas die Welt brauchtund wofür du bezahlt wirstIn den vier Schnittmengen findest du dann deinen Weg zu deinem persönlichen „sweet spot“ des Ikigai:Deine Passion ergibt sich aus dem, was du liebst und was du gut kannst.Deine Mission ergibst sich aus dem, was du liebst und was die Welt braucht.Deine Berufung ergibt sich aus dem, was die Welt braucht und wofür du bezahlt wirst.Dein Beruf ergibt sich aus dem, was du gut kannst und wofür man dich bezahlt.Dein Ikigai zu finden, ist keine einmalige und schnelle Angelegenheit. Du brauchst dafür Geduld, Ruhe und Muße. Denn die Fragen des Ikigai scheinen zunächst vielleicht ganz einfach zu beantworten zu sein. Doch wenn du immer wieder aufmerksam in dich gehst und die wirklich tief liegenden Antworten suchst, dann wirst du erkennen, dass du dich dadurch auf einen Weg begibst.Beantworte die Fragen des IkigaiUm dich auf die Suche nach den echten Antworten zu machen, brauchst du zunächst also ein bisschen Zeit und einen ruhigen Ort, an dem dich niemand stört. Lade dir das PDF mit der Ikigai-Vorlage herunter und drucke sie dir aus. Setz dich dann in Ruhe hin und höre vor allem in dich hinein, um Antworten zu finden. Versuche deiner Intuition freien Lauf zu lassen, und nicht zu sehr in deinem rationalen Kopf festzusitzen. Gehe dann Kreis für Kreis durch und beantworte die Fragen.Hier sind noch ein paar Anschlussfragen, die dir helfen sollen, deinem Ikigai auf die Spur zu kommen:1. Was liebst du?Was begeistert dich (auch wenn du es noch nicht perfekt kannst)?Was kannst du lange tun, ohne zu ermüden?Was hast du es schon als Kind gerne getan?Worüber redest du gerne (auch wenn du vielleicht noch nicht alles darüber weißt)?Wofür würdest du jeden Morgen voller Vorfreude aus dem Bett steigen?2. Was braucht die Welt?Was schenkt dir Sinn?Was entspricht deinen Werten?Was willst du nach deinem Tod in der Welt hinterlassen?Was würde wem fehlen, wenn du es nicht tätest?Wie würde es das Leben anderer bereichern?3. Womit verdienst du Geld?Was ist dein Beruf?Wie verdienst du momentan dein Einkommen?Welche weiteren Einnahmen hast du?4. Was kannst du gut?Was sind deine Talente?Was kannst du besser als die meisten?Welche Ausbildungen hast du?Welche Fähigkeiten schätzen andere an dir?Durch welche Fähigkeiten hast du Herausforderungen deines Lebens gemeistert?Nimm dir Zeit und gehe das Ikigai immer wieder, zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Tagen und in verschiedenen Stimmungen durch. Binde dich dabei gedanklich nicht zu sehr an das, was dir Geld bringt. Wie du siehst, ist das nur eine einzige Komponente von vieren beim Ikigai. Wenn du es zum Beispiel liebst, den ganzen Tag in der Sonne zu liegen oder Socken zu stricken, dann schreibe genau das auf. Es bedeutet nicht, dass du es zu deinem nächsten Beruf machen sollst. Du kannst diesen Dingen auch auf andere Weise einen Platz in deinem Leben einräumen.Tipp: Negative GlaubenssätzeWenn es dir schwerfällt, Antworten zu finden, dann kann es sein, dass dich negative Glaubenssätze davon abhalten. Schau mal zur Übung „Mein Geldexperiment“, um zu erfahren, wie du deinen negativen Glaubenssätzen auf die Spur kommen kannst.

Verändere dich!
Übung: Verändere dich! Eine Anleitung für deine persönliche Transformation

Komm raus aus deinem Hamsterrad und mach dir klar, was dir in deinem Leben wirklich wichtig ist. Wie das geht? Da gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon zeigt dir diese Übung: 1. Tun oder lassen? Nimm dir ein bisschen Zeit, ein Blatt Papier, einen Stift und unterteile dein Blatt in drei Spalten. Über die erste Spalte schreibst du »Aufhören!«. Hier trägst du alles ein, was du künftig nicht mehr machen möchtest. Die zweite Spalte bekommt die Überschrift »Weitermachen!« und enthält all das, was du fortführen oder weiterverfolgen möchtest. Und über die dritte Spalte setzt du ein »Loslegen!« und notierst darunter alles, was du neu oder anders machen willst. 2. Was sind deine Werte? Nimm dir nun noch ein Papier und notiere möglichst spontan und aus dem Bauch heraus alle Werte in einer Liste untereinander, die dir in deinem Leben wichtig sind. Das können Begriffe sein wie Ehrlichkeit, Liebe, Gerechtigkeit, Sicherheit, Freiheit oder Abenteuer. Wenn dir das schwerfällt, dann frage dich, welche Eigenschaften du an anderen schätzt und leite daraus Werte ab, wie beispielsweise Zuverlässigkeit oder Lebensfreude. 3. Zielabgleich Je stärker deine Träume und Ziele mit deinen Werten übereinstimmen, desto leichter und besser wirst du sie erreichen. Gleiche also deine Weitermachen- und Loslegen-Listen mit deinen Werten ab: Welche Punkte in den Spalten passen zu welchen Werten? Oder widerspricht sich manches? Markiere die Werte, die zu einem Vorhaben passen, mit einem Strich. So siehst du, welche Werte dir besonders wichtig sind. Wenn du willst, kannst du daraus ein Bild machen und es dir aufhängen.

Ideen prüfen – das Ideen Canvas
Ideen prüfen und weiter entwickeln mit dem Ideen Canvas

Eine gute Idee für ein öko-soziales Projekt ist meistens das Ergebnis sorgfältiger Arbeit. Das Ideen Canvas hilft dir dabei, die wichtigsten Aspekte deiner Recherche zu berücksichtigen. Große Ideen sind meistens nicht das Ergebnis spontaner Einfälle, sondern harter Arbeit! Sicherlich gibt es den ersten zündenden Funken mal unter der Dusche, mal beim Joggen und mal in der Kneipe. Doch bis daraus eine fundierte Idee mit einem überzeugenden Konzept wird, musst du viel Zeit investieren, um zu recherchieren, nachzudenken, zu beobachten, zu erforschen und deine Idee immer wieder feinzuschleifen – bis sie nicht nur dich überzeugt, sondern am besten auch noch deine*n wichtigste*n Kritiker*in! Übung: Ideen prüfenDu kannst das Ideen Canvas und die Vorlage für die Persona nutzen, um die Ergebnisse aus der Übung „Ideen prüfen“ aus dem Buch „Faironomics“ zu dokumentieren. Die Quintessenz deiner Ergebnisse aus dem Schritt „Was denken die Menschen?“ kannst du ins Ideen Canvas eintragen. Auf Basis der Schritte „Was tun Menschen?“ und „Was sagen Menschen?“ kannst du mehrere Personas für relevante Vertreter*innen deiner Zielgruppe und deiner Stakeholder entwickeln. Nutze dazu die Vorlage für die Personas.Ideen Canvas (PDF)Persona Vorlage (PDF)So funktioniert das Ideen CanvasUm dir ein paar Leitplanken auf deinem Weg mitzugeben, haben wir das Ideen Canvas als PDF-Vorlage zum Ausdrucken entwickelt. Dort findest du einige erste, wichtige Bereiche, über die du dir im Laufe deiner Ideenentwicklung klar werden solltest. Dazu gehören folgende Felder:1. Die WirkungDieser Bereich ist von allergrößter Bedeutung. Warum? Weil du deine Idee ja nicht nur für dich alleine verwirklichst. Erst wenn sie für andere Menschen, andere Lebewesen, ja die Gemeinschaft, die Gesellschaft und die Welt insgesamt von positiver Bedeutung ist, wirst du Menschen finden, die sich von deiner Idee begeistern lassen und sich dafür einsetzen. Außerdem geben nur die Ideen deinem Leben Sinn, die über dich hinausweisen. Lebenssinn entsteht, wenn das, was du machst, auch wichtig für die anderen ist – denn damit bist du wichtig für die anderen. Ist deine Idee zwar eine tolle Sache für dich und einen kleinen Kreis von Menschen, schadet aber vielen anderen, der Natur und/oder dem sozialen Zusammenhalt, verwirklichst du kein öko-soziales, nachhaltiges und sinnstiftendes Projekt. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass du die ökologische und soziale Wirkung deines Projektes genau kennst. Schreibe sie auf! (Weitere Infos zur Wirkungsplanung von Projekten findest du auch unter wirkung-lernen.de)2. Die ZielgruppeFür wen ist deine Idee eigentlich gedacht? Beschreibe die Menschen möglichst genau, die du mit deiner Idee erreichen willst. Wenn du möchtest, kannst du parallel zum Ideen Canvas auch die Vorlage für Personas nutzen. Wichtig: Eine Persona ist nicht mit einer Zielgruppe gleichzusetzen. Die Zielgruppe beschreibt einen Kreis von Menschen – eine Persona ist eine nicht-reale, aber realistische, konkrete Person. Ein Beispiel: Wenn deine Idee ein Bildungsangebot für Geflüchtete ist, dann ist deine Zielgruppe vielleicht „Kinder zwischen vier und sechs Jahren, die aus ihrem Heimatland vor Krieg und Terror geflohen sind“. Deine Persona bekäme hingegen einen Namen, ein Alter, ein Geschlecht, Hobbies, Charakterzüge, Vorlieben, ein Aussehen etc. Du würdest dir also einen ganz konkreten Menschen ausmalen. Beides hilft dir nicht nur, deine Idee auszuformulieren, sondern zum Beispiel auch bei deiner Strategieplanung und Kommunikation.3. Die StakeholderNeben der eigentlichen Zielgruppe sind jedoch noch weitere Menschen von deiner Idee betroffen – im positiven wie im negativen. Zu den Stakeholdern könnten im Beispielfall des Bildungsangebotes die Lehrer*innen einer Grundschule sein, in deren Räumen deine Workshops stattfinden sollen. Es könnten aber auch Politiker oder Sozialarbeiter sein, die für die Geflüchteten verantwortlich sind. Oder andere engagierte Bürger*innen und Bürgerinitiativen, mit denen du natürlich kooperieren und nicht konkurrieren solltest. Es könnten aber vielleicht auch die anderen Kinder der Grundschule sein oder deren Eltern. Überall kannst du Mitstreiter*innen und Widersacher finden (um mehr darüber herauszufinden kannst du auch die Übung „Die Karte der Mitstreiter“ machen).4. Dein TeamWer ist an der Umsetzung deiner Idee direkt beteiligt? Gibt es jemanden, der dir bei der Finanzierung hilft, bei der Kommunikation, dem Fundraising von Sachspenden, der für die Eltern der Kinder übersetzt und vieles mehr? Es ist wichtig, dass die Idee so geschaffen ist, dass sich alle Menschen in deinem Team damit identifizieren können. Denn nur so sind sie voll dabei, betrachten es auch als „ihre“ Idee und fühlen sich der Umsetzung ebenso verpflichtet wie du!5. / 6. Die Risiken und ChancenDie Umfeldanalyse ist ebenfalls eine wichtige Sache. Klassischerweise gibt es hier die sogenannte SWOT-Analyse, bei der du prüfst, welche Stärken und Schwächen du bzw. deine Organisation, dein Team mitbringe – und welche Chancen und Risiken das Umfeld für deine Idee bietet. Trage hier also ein, welche allgemeinen Entwicklungen, Einstellungen der Menschen, technischen Erfindungen etc. deine Idee unterstützen (Chancen) oder behindern (Risiken).7. Dein StoryboardEs hilft dir in der Regel ungemein, wenn du in einem kleinen Storyboard deine Idee in Form einer kleinen Kurzgeschichte umsetzt. Das bringt dich dazu, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen. Und es erleichtert es anderen Menschen, das Besondere an deiner Idee zu verstehen. Jetzt, wo du die anderen Felder ausgefüllt hast, weißt du sicherlich schon, was besonders wichtig zu erzählen ist. Anstatt die Schritte aufzuschreiben, ist es besser, wenn du kleine Skizzen anfertigst – wie einen Comic. Diese müssen nicht toll gezeichnet sein. Es geht um die Idee, die Geschichte!Dein Feedback!Wir sind immer dabei, unsere Materialien zu aktualisieren und weiter zu entwickeln. Wir freuen uns deshalb, wenn du uns dein Feedback zum Ideen Canvas gibst und deine Erfahrungen und Tipps an andere Leser*innen dieses Beitrags weiter gibst. Schreibe dazu doch einfach einen Kommentar!