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Ikigai – japanische Lebenskunst

  • Dauer

    1–2 Std.

  • Grad

    schwer

  • Anzahl

    1 Person

Ikigai – japanische Lebenskunst

Ikigai kommt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Lebenswert“ („iki“ für „Leben“ und „gai“ für „Wert“). Mit Hilfe einiger Fragen, kannst auch du diesen übergeordneten Sinn deines Lebens finden.

Wir leben in einer schnellen Welt, in der wir durch Tausende von Nachrichten, Botschaften und Meldungen ständig von uns selbst abgelenkt werden. Kein Wunder,dass sich immer mehr Menschen nach einem Fokus auf das wirklich Wesentliche sehnen. Doch anscheinend war das auch schon vor Tausenden von Jahren so, denn die Philosophie des Ikigai ist schon sehr alt – und hat sich bewährt, wenn man sich zum Beispiel die Bewohner*innen der japanischen Insel Okinawa ansieht. Sie sollen zu den glücklichsten Menschen der Welt gehören – und zu denen, die auch besonders alt werden. Glück und Gesundheit hängen ja zusammen. Das eigene Ikigai zu kennen und zu leben, spielt da auf jeden Fall eine wesentliche Rolle.

Die Bereiche des Ikigai

Das Ikigai ist sicherlich auch deshalb so beliebt, weil es über eine ganz einfache Grafik die gesamte Philosophie auf einen Blick rüber bringt. Wir haben sie für dich in einem Canvas visualisiert, das du nutzen kannst, um deine Antworten darin einzutragen.

Wie du siehst, besteht das Ikigai aus vier Kreisen für das,

  • was du liebst
  • was du gut kannst
  • was die Welt braucht
  • und wofür du bezahlt wirst

In den vier Schnittmengen findest du dann deinen Weg zu deinem persönlichen „sweet spot“ des Ikigai:

  • Deine Passion ergibt sich aus dem, was du liebst und was du gut kannst.
  • Deine Mission ergibst sich aus dem, was du liebst und was die Welt braucht.
  • Deine Berufung ergibt sich aus dem, was die Welt braucht und wofür du bezahlt wirst.
  • Dein Beruf ergibt sich aus dem, was du gut kannst und wofür man dich bezahlt.

Dein Ikigai zu finden, ist keine einmalige und schnelle Angelegenheit. Du brauchst dafür Geduld, Ruhe und Muße. Denn die Fragen des Ikigai scheinen zunächst vielleicht ganz einfach zu beantworten zu sein. Doch wenn du immer wieder aufmerksam in dich gehst und die wirklich tief liegenden Antworten suchst, dann wirst du erkennen, dass du dich dadurch auf einen Weg begibst.

Bild des Ikigai mit vier Kreisen

Beantworte die Fragen des Ikigai

Um dich auf die Suche nach den echten Antworten zu machen, brauchst du zunächst also ein bisschen Zeit und einen ruhigen Ort, an dem dich niemand stört. Lade dir das PDF mit der Ikigai-Vorlage herunter und drucke sie dir aus. Setz dich dann in Ruhe hin und höre vor allem in dich hinein, um Antworten zu finden. Versuche deiner Intuition freien Lauf zu lassen, und nicht zu sehr in deinem rationalen Kopf festzusitzen. Gehe dann Kreis für Kreis durch und beantworte die Fragen.

Hier sind noch ein paar Anschlussfragen, die dir helfen sollen, deinem Ikigai auf die Spur zu kommen:

1. Was liebst du?

  • Was begeistert dich (auch wenn du es noch nicht perfekt kannst)?
  • Was kannst du lange tun, ohne zu ermüden?
  • Was hast du es schon als Kind gerne getan?
  • Worüber redest du gerne (auch wenn du vielleicht noch nicht alles darüber weißt)?
  • Wofür würdest du jeden Morgen voller Vorfreude aus dem Bett steigen?

2. Was braucht die Welt?

  • Was schenkt dir Sinn?
  • Was entspricht deinen Werten?
  • Was willst du nach deinem Tod in der Welt hinterlassen?
  • Was würde wem fehlen, wenn du es nicht tätest?
  • Wie würde es das Leben anderer bereichern?

3. Womit verdienst du Geld?

  • Was ist dein Beruf?
  • Wie verdienst du momentan dein Einkommen?
  • Welche weiteren Einnahmen hast du?

4. Was kannst du gut?

  • Was sind deine Talente?
  • Was kannst du besser als die meisten?
  • Welche Ausbildungen hast du?
  • Welche Fähigkeiten schätzen andere an dir?
  • Durch welche Fähigkeiten hast du Herausforderungen deines Lebens gemeistert?

Nimm dir Zeit und gehe das Ikigai immer wieder, zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Tagen und in verschiedenen Stimmungen durch. Binde dich dabei gedanklich nicht zu sehr an das, was dir Geld bringt. Wie du siehst, ist das nur eine einzige Komponente von vieren beim Ikigai. Wenn du es zum Beispiel liebst, den ganzen Tag in der Sonne zu liegen oder Socken zu stricken, dann schreibe genau das auf. Es bedeutet nicht, dass du es zu deinem nächsten Beruf machen sollst. Du kannst diesen Dingen auch auf andere Weise einen Platz in deinem Leben einräumen.

Tipp: Negative Glaubenssätze

Wenn es dir schwerfällt, Antworten zu finden, dann kann es sein, dass dich negative Glaubenssätze davon abhalten. Schau mal zur Übung „Mein Geldexperiment“, um zu erfahren, wie du deinen negativen Glaubenssätzen auf die Spur kommen kannst.

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