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Nutzen-Matrix: Das minimalistische Büro

  • Dauer

    1–8 Std.

  • Grad

    schwierig

  • Anzahl

    1 Person

Nutzen-Matrix: Das minimalistische Büro

Ein minimalistisches Büro tut der Seele und der Umwelt gut. Außerdem hilft dir, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mit der Nutzenmatrix kannst du einfach und schnell erkennen, was du wirklich brauchst.

Im Büro ist es nicht anders, als in allen anderen Räumen, die wir im Laufe unseres Lebens bewohnen: In ihnen sammelt sich unglaublich viel Kram an. All die Dinge, die man weder wegschmeißen will, noch verkaufen kann: veraltete Technik, alte Notizen und Unterlagen, Nippes, Büroutensilien, Werbekulis und noch vieles, vieles mehr. Du kennst das sicherlich nur allzu gut.

Doch solch verrümpelte Büro sind nicht nur anstrengend, weil sie schwieriger zu reinigen sind, man sich um den ganzen Kram kümmern muss und ständig etwas sucht zwischen all den vielen Dingen – es ist auch ein Abbild für deine Arbeitsweise. Man könnte auch sagen: Ein überfülltes Büro ist Abbild eines überfüllten Geistes. Und gleichzeitig sorgt es auch dafür, dass deine Gedanken schlechter zur Ruhe kommen und sich auf das wirklich Wesentliche konzentrieren können. Ständig fällt dein Blick auf etwas, dass deine Gedanken in ganz andere Richtungen zu ziehen vermag. Ein Teufelskreis.

Das Diagramm der Nutzenmatrix

Das Diagramm der Nutzenmatrix

 

Entrümpele dein Büro, entrümpele deinen Geist

Deshalb hat ein minimalistisches Büro – also ein Büro, in dem es nur Dinge gibt, die du wirklich brauchst – mehrere Aufgaben und Vorteile: Es vereinfacht dein Leben, hilft dir bei der Konzentration auf deine Prioritäten und entlastet dich finanziell. Darüber hinaus führt eine minimalistische Grundhaltung dazu, dass du die wenigen Dinge, die du dir zulegst, auch sorgfältig aussuchst – nicht nur im Hinblick auf den Nutzen für dich. Nein, unsere Erfahrung ist, dass man sich dann auch mehr Gedanken darüber macht, welche ökologischen und sozialen Auswirkungen ein Gegenstand bei der Produktion, dem Transport und dem Gebrauch hat.

Diese beiden Aspekte – der Nutzen für dich und die Wirkung auf die Welt – sind für uns die beiden wichtigsten Kriterien geworden, anhand derer wir Neuanschaffungen für uns bewerten. Deshalb haben wir für dich die Nutzenmatrix entwickelt. Du kannst sie dir hier als PDF-Vorlage herunterladen, ausdrucken und für alle Gegenstände nutzen, die du in deinem Büro hast.

Die Nutzen-Matrix

Drucke die PDF-Vorlage aus und bewerte alle Dinge in deinem Büro nach ihrem individuellen, sozialen und ökologischen Nutzen.

 

So funktioniert die Nutzenmatrix

Lade dir das PDF mit der Vorlage für deine Nutzenmatrix herunter und drucke sie aus. Nimm dir dann – je nach Größe und Inhalt deines Büros – rund einen Tag Zeit, um alle Gegenstände zu bewerten. Wenn du so viele Dinge hast, dass du sie gar nicht auf einmal alle durchgehen willst oder kannst, dann hast du mehrere Möglichkeiten, um die Dinge in deinem Büro aufzugliedern:

  • Du kannst dein Büro in verschiedene geografische Segmente aufteilen (zum Beispiel in vier Viertel) und dann pro Woche je ein Quadrant durchgehen
  • Du kannst aber auch thematisch vorgehen. Zum Beispiel gehst du an einem Tag alle Papiere durch, an einem andere die Technik und an einem dritten alle Bücher oder ähnliches.

Trage dann jeden Gegenstand in der Nutzenmatrix mit einem kleinen Kreuz oder einem Punkt ein und notiere eine Kurzbeschreibung in ein oder zwei Worten dazu. Sie sollten wenig Platz einnehmen, aber auch eindeutig sein.

Auswertung deiner Nutzenmatrix

Betrachte am Ende deine Nutzenmatrix: Gibt es darauf bestimmte Muster? Bist du zum Beispiel jemand, der gerne neue Technik kauft, die dann aber oft in den Regalen verstaubt? Oder gehörst du denjenigen, die auch noch das kleinste Fitzelchen Papier aufheben, auf dem man mal vor zehn Jahren eine flüchtige Skizze hinterlassen hat? Mach dir deine Gewohnheiten bewusst und überlege, ob du sie ablegen möchtest. Behalte deine Muster bei Neuanschaffungen immer im Hinterkopf

Verpacke dann die Dinge in unterschiedliche Kartons, die du loswerden möchtest:

  1. Karton: Dinge zum Verkaufen
  2. Karton: Dinge zum Verschenken
  3. Karton: Dinge für einen Tauschbasar, Umsonstladen u.ä.
  4. Karton: Dinge zum Wegwerfen

Versuche für so viele wie möglich Zweitbesitzer*innen zu finden. Sei aber auch empathisch und überlege gut, ob zum Beispiel ein kaputter oder dreckiger Gegenstand (den du schon nicht mehr willst) wirklich nützlich für andere ist.

Faironomics: Arbeite ökologisch, fair und freiDie Büro-Diät

In unserem Buch Faironomics berichten wir über die Hürden und Herausforderungen unserer eigenen Büro-Diät. Und wir haben dort auch eine Übung zusammengestellt, die dir zeigt, wie du in fünf Schritten an deine eigene Büro-Diät herangehen kannst. Die Nutzenmatrix ist eine super Vorübung für eine Büro-Diät, denn sie gibt dir ein Bewertungschema an die Hand. Die Vorlage für die Nutzenmatrix gehört zu der gleichnamigen Übung, die du ebenfalls im Buch findest.