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Nachhaltiger Aktivimus

Resilienzstrategien für Menschen und Organisation des öko-sozialen Wandels

Timo Luthmann: Nachhaltiger Aktivismus

Wie kann ich mich in dieser Welt mit all seinen Sachzwängen, aber ohne Zeit wirklich etwas bewegen ohne auszubrennen? Der Aktivist und Bildungsreferent Timo Luthmann hat ein Konzept: Es nennt sich Nachhaltiger Aktivismus!Seit über zwanzig Jahren ist Timo Luthmann bereits als Aktivist politisch aktiv – in den letzten paar Jahren vor allem beim Klimaschutz im Allgemeinen und beim Klima*Kollektiv (https://klimakollektiv.org) im Speziellen. Als solcher hat er sicherlich alle Höhen und Tiefen erlebt, die der politische Aktivismus mit sich bringt: Die aufreibende Arbeit und der Frust, wenn sich dennoch scheinbar kaum etwas bewegt. Das ständige Gefühl noch mehr leisten und noch wirkungsvoller sein zu müssen – immerhin geht es um Viel. Und schließlich das Loch, in das man stürzen kann, wenn es einfach nicht mehr weitergeht. Wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt, die Seele streikt.Über viele Jahre hinweg hat sich Timo Luthmann daher damit beschäftigt, wie es besser gehen könnte: Wie können wir uns politisch so engagieren, dass wir nicht ausbrennen? Wie sieht ein politischer Aktivismus aus, der kein individuelles Strohfeuer von einigen Jahren (etwa während des Studiums) ist, sondern eine lebenslange Bereicherung? Timo hat dazu jede Menge Bücher gelesen, die daraus gewonnenen Erkenntnisse weiter entwickelt und systematisiert – und ein Buch geschrieben, das wir für absolut lesenswert halten. Ja, es war so spannend, dass wir unbedingt mit ihm persönlich sprechen wollten. Und hier ist das Interview:Wer bist du und was machst du?Timo Luthmann: Ich bin Bildungsreferent und politisch tätiger Mensch. Gerade konzentriere ich mich auf aber auf die Bildungsarbeit für Aktivist*innen, habe das Handbuch für Nachhaltigen Aktivismus geschrieben und biete seit mehreren Jahren verschiedene Kurse an. Dabei geht es mir um eine strategische Schulung von Menschen, die interessante Multiplikator*innen sind und die an der Basis etwas bewegen wollen. Das können 1,5- bis 2-Stunden-Veranstaltungen sein, Halb- oder Ganztages-Workshops sowie Wochendendseminare – oder auch zehntägige Retreats für Aktivist*innen. Wer sich dafür interessiert, kann meinen Newsletter abonnieren, um auf dem Laufenden zu bleiben: https://nachhaltigeraktivismus.orgWas ist Nachhaltiger Aktivismus?Timo Luthmann: Nachhaltiger Aktivismus ist ein Konzept, das ein langfristiges, politisches Engagement unterstützt. Nach meiner Definition besteht es aus drei Säulen: Die erste Säule ist Reflexion über soziale Veränderungen und Strategien. Also wie stellen wir uns soziale Veränderung eigentlich vor? Und wie sieht die Praxis dazu aus?Die zweite Säule sind individuelle Resilienzstrategien. Resilienz bedeutet – etwas salopp ausgedrückt – so viel wie Widerstandskraft. In dieser Säule geht es darum, was ich als Individuum tun kann, um mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können. Um besser in Balance zu bleiben und mehr Energie für einen langen Atem zu haben.Die dritte Säule sind kollektive Resilienzstrategien. Also die Frage, was wir gemeinsam tun können, um nicht auszubrennen. Das bezieht sich einerseits auf eine Gruppe oder einen Zusammenhang – also dort, wo jemand direkt aktiv ist. Es lässt sich aber auch größer betrachten, zum Beispiel innerhalb einer sozialen Bewegung: Welche Dinge können sie widerstandsfähiger oder stabiler machen? Und schließlich lässt sich das auch noch mal auf gesamtgesellschaftlicher Ebene sehen.Ist der Begriff des Nachhaltigen Aktivismus neu?Timo Luthmann: Nein, den Begriff gibt es schon länger. Allerdings eher im angloamerikanischen Raum. Mir war es wichtig im deutschsprachigen Raum dazu eine Einführung zu geben und die Diskurse rund um den Nachhaltigen Aktivismus zugänglich zu machen. Deshalb habe ich alle mögliche englischsprachige Literatur dazu gelesen. Dann habe ich das Konzept noch einmal genauer definiert und zum Beispiel die drei Säulen entwickelt.Warum ist Nachhaltiger Aktivismus notwendiger denn je?Timo Luthmann: Weil es ein Schlüsselrezept ist, um als Soziale Bewegung erfolgreich zu sein. Soziale Bewegungen haben das Problem, dass sie keine starken Institutionen haben. Das bedeutet, wenn Menschen ausscheiden – aus welchen Gründen auch immer – entstehen dort zum Teil riesige organisatorische Lücken. Wissen geht verloren und Netzwerke. Und dann fängt alles wieder von vorne an und der oder die Nächste muss alles wieder aufbauen. Nachhaltiger Aktivismus will dem entgegenwirken und zwar auf individueller und kollektiver Ebene.Denn soziale Bewegungen sind in meinen Augen die entscheidende Triebfeder Sozialer Innovationen: von der Frauenbewegung über die Ökologie- und Arbeiterbewegung bis hin zur Gender-Gerechtigkeit war immer das Maßgebliche die Kraft von unten. Und deshalb ist es total wichtig, dass wir reflektieren, wie wir uns die Veränderung vorstellen und wie sie funktioniert. Nachhaltiger Aktivismus kann diese Arbeit sehr viel erfolgreicher machen, in dem er individuelle und kollektive Resilienzstrategien empfiehlt, die politisches Engagement dauerhafter machen.Für das Individuum geht es aber auch darum, dass jede und jeder von uns mit den großen Herausforderungen, vor denen wir täglich stehen, besser umgehen können. Es geht auch darum, dass wir als Einzelne ein glückliches Leben führen und trotzdem politisch aktiv sein können. Und dass es nicht nur um eine Phase von ein paar Jahren geht – zum Beispiel während des Studiums. Sondern dass wir uns langfristig politisch engagieren können ohne auszubrennen.Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen vor denen wir stehen, ist das eine immense Aufgabe. Denn egal ob man sich die Klimakrise ansieht oder den Rechtsruck und den aufkommenden Rassismus: Der Druck auf den Einzelnen, die Gemeinschaft und die Gesellschaft ist hoch und wird auch noch steigen. Da einen kühlen Kopf zu bewahren wird immer schwieriger, ist aber eben umso wichtiger, wenn wir politisch tatsächlich etwas bewirken wollen.Bist du Pessimist oder Optimist?Timo Luthmann: Unser produktives Potential ist enorm. Aber wir haben auch eine kolossale Zerstörungskraft entwickelt. Da müssen wir ethisch erst einmal hinterherkommen. Wenn ich mir die Klimakrise anschaue, dann laufen wir sehr schwierigen Zeiten entgegen. Da sieht es gerade sehr schlecht aus. Das multipliziert aber wiederum alle sozialen Krisen: Wenn sich das Klima verschlechtert werden wir mehr Ernteausfälle haben, Regen wird ausbleiben oder zu viel sein. Die Biodiversität wird sinken und die Ressourcen insgesamt weniger werden. Dann brauchen wir die kulturell bisher einmalige Leistung, darauf nicht reaktionär, sondern progressiv zu reagieren. Das ist die Herausforderungen, vor der wir stehen.Der Nachhaltige Aktivismus versucht nun die Grundwerkzeuge zu liefern, um für die unterschiedlichsten Situationen gut aufgestellt zu sein. Er schafft erst einmal eine Grundlage – jede und jeder kann sich dann mit den verschiedenen Teilaspekte immer tiefer auseinandersetzen. Nachhaltiger Aktivismus liefert aber eben schon mal die verschiedensten Werkzeuge, Methoden und Erzählungen, die uns auf jeden Fall stärken können. So können wir dann auch mit schwierigen Situationen umgehen.Wen sprichst du mit deinem Buch vor allem an?Timo Luthmann: Meine Motivation war es, jungen Menschen, die gerade erst anfangen, gewisse Fallstricke zu ersparen. Natürlich muss jede und jeder ihre oder seine Erfahrungen selbst machen. Aber ich glaube mit dem Handbuch lassen sich doch viele Zusammenhänge erkennen. Und dann gibt es in dem Buch immer noch Tipps, wo man weiterlesen kann. So soll die Lernkurve einfach steiler werden. Für die erfahrenen Leute ist es einfach ein Werkzeugkasten, wie sie ihre Praxis reflektieren können.Allerdings wendet es sich nicht nur an die sogenannten Vollzeitaktivist*innen. Die sind natürlich das Salz in der Suppe der Sozialen Bewegungen. Doch Nachhaltiger Aktivismus zeigt, dass wir alle gemeinsam ziemlich viel bewegen können, wenn viele ein bisschen was machen. Das soll auch die Menschen ermutigen zu denken „Ich kann zwar nicht an dem ganz großen Rad drehen – aber das in meinem Stadtteil oder diese kleine Aufgabe, da kann ich mich drauf konzentrieren und das bringt auch etwas“. Ich möchte die Menschen ermutigt ihre Lücke zu finden, in der sie das ganz große Puzzle bereichern können.Was sind denn die Resilienzstrategien für den Einzelnen?Timo Luthmann: Wichtig sind vor allem Pausen- und Ruhezeiten, auch für die Reflexion. Dass man sich immer wieder fragt: Was mache ich? Was stresst mich? Wo bekomme ich meine Energie her? Ich halte insgesamt sehr viel von dem Konzept der Achtsamkeit. Das ist für mich eine Schlüsselkompetenz, die zu kultivieren ein sehr großes Potential hat und sich auf die verschiedensten Bereiche auswirkt.Dann ist es wichtig, dass man sich auch Ziele steckt – denn nur so können wir sie erreichen und das motiviert unheimlich, schafft Zufriedenheit und zeigt, dass wir etwas verändern können. Dabei ist auch wichtig, dass wir lernen, bewusst mit unserer Aufmerksamkeitsökonomie umzugehen. Wir sind ja ständig von Medien umgeben, die unsere Aufmerksamkeit wollen – aber wie können wir sie auf die wirklich wichtigen Dinge lenken und dabei bleiben?Und dann sind auch noch ganz banale Dinge wichtig wie genug trinken, gesund essen und ausreichend Bewegung. Dass wir gut mit unserem Körper umgehen ist unheimlich wichtig, Über ihn bekommen wir auch Zugang zu unseren Emotionen und Gefühle sind eine ganz große Ressource. Die sollten wir als unsere Freundin betrachten, auch wenn sie manchmal etwas unbequem sind. Doch da steckt eine ganz große Kraft drin.Spiritualität ist mir persönlich ebenfalls wichtig. Andere die Menschen sind eher philosophisch veranlagt. Wichtig ist nur, dass man etwas hat, was dem eigenen Handeln Sinn gibt. Über den Sinn kommen wir dann wiederum zu Strategiefragen, also: was muss ich tun, damit ich tatsächlich etwas bewegen kann? Wie kann ich tatsächlich eine Wirkung erzielen? Da verknüpft sich dann die persönliche Dimension mit der strategischen Dimension. Dass ich glaube, etwas bewegen zu können und wirkmächtig zu sein gibt sehr viel Energie und Kraft zum Weitermachen.Eine weitere Ebene ist die Verbindung der kollektiven mit der individuellen Ebene: Freundschaften und Netzwerke. Weil wir eben soziale Tiere sind, bekommen wir ganz viel Kraft und Motivation, wenn wir ein unterstützendes Umfeld haben. Wenn wir in der Gruppe aktiv sind, in der wir eine positive Resonanz erfahren. Das ist sehr motivierend. Und so gibt es da auch eine Verknüpfung zur kollektiven Ebene.Was macht eine Gemeinschaft oder Gruppe resilient?Ein ganz wichtiger Faktor ist die Kommunikation: Wie gehen wir miteinander um? Wie reden wir miteinander? Wie wird Wertschätzung verteilt? Wie geben wir Feedback? Wie kritisieren wir uns? Und wie gehen wir mit Konflikten um? Konflikte sind ja völlig normal und in ihnen entsteht ganz viel – allerdings nur, wenn wir konstruktiv damit umgehen. Das Gleiche gilt für die Art und Weise, wie wir soziale Emanzipation erstreiten.Deshalb ist es wichtig, das wir da genau hingucken. Hier spielt wieder die individuelle Fähigkeit der Achtsamkeit eine wichtige Rolle: Mit ihr sind wir sensibel für diese Dimension. Man weiß dann, was man gerade spürt. Oder wie man mit anderen kommuniziert. Oder wie man auf sie wirkt. Oder wie man mit Dissenz in der Gruppe umgeht.Auch die Projekte selbst zu reflektieren und sie gemeinsam gut zu beenden ist wichtig. Manchmal kommt es vor, dass eine Gruppe von Projekt zu Projekt springt und keines so richtig beendet. Das zieht manchmal noch weiter Energie. Auch eine passende Organisationsform und Entscheidungsstruktur zu finden ist ein wichtiger Aspekt für die gemeinschaftliche Resilienz. So können Gruppen viel Konfliktpotential gut gemeinsam lösen.Und schließlich spielt die Kommunikationskultur eine wichtige Rolle: Also gibt es bei Treffen eine Moderation? Ein schwieriger, aber auch sehr wichtiger Aspekt ist, wie eine Gruppe mit Ausschlusskriterien umgeht oder auch mit Unterdrückung aufgrund von Geschlecht, Klasse oder Hautfarbe. Um über solche Themen in der Gemeinschaft nachdenken zu können braucht es Mut, Achtsamkeit und auch Vertrauen. Aber das ist für Menschen auch ein sehr hoher Frustfaktor und lässt sie ausbrennen. Wer Ausschlüsse abbauen kann, der eröffnet dem Projekt neue Potential, denn dann können mehr Menschen daran mitwirken. Und das macht es natürlich auch stärker oder resilienter.Das bedeutet, dass sich soziale Bewegungen auch mit ihren dunklen Seiten auseinandersetzen müssen. Das braucht aber auch eine Form von emotionaler Sicherheit und eine Konfliktkultur, die trotzdem noch wertschätzend bleibt und es eine Fehlertoleranz gibt. Das ist ganz wichtig, denn wenn wir die Gesellschaft verändern wollen, dann müssen wir bei uns selbst anfangen. Erst dann können wir die Werte glaubhaft vertreten. Das steckt wiederum andere an und macht eine Gruppe attraktiver für Menschen, die dann auch mitmachen wollen.Hast du einen Appell an die Leser*innen?Timo Luthmann: Ja: Gehe deinen Weg eigenständig. Frage dich: Was möchte ich wirklich? Und dann suche danach und erschließe dir deine Kraftquellen. Schau dich auch um, wo du diesen Weg gemeinsam mit anderen gehen kannst. Und sei solidarisch mit Menschen, die vielleicht beiseite stehen. Die zum Beispiel Hilfe brauchen, weil sie sich stark engagiert haben und nun einfach mal Ruhe brauchen. Oder die in einer prekären Situation sind. Oder die Kinder bekommen haben und eine Babypause machen oder sich verstärkt um ihren Nachwuchs kümmern.Politisch aktiv sein und bleibenHandbuch Nachhaltiger Aktivismusvon Timo LuthmannISBN 978-3-89771-250-8424 Seiten |  Softcover | 19,80 EuroUnrast Verlag Münster

David Allen: Getting Things Done!
Getting Things Done

Wichtige Dinge erledigen

Bist du den ganzen Tag am Machen und Tun – und dennoch stehen abends mehr Aufgaben auf deiner Liste als morgens? Dann ist die Methode „Getting Things Done“ vielleicht etwas für dich. Bei uns lief das lange Zeit so: Morgens klappten wir unseren Laptop auf und machten uns an die Arbeit. Wir hatten gemeinsam geplant und wussten genau, was wir an diesem Tag gewuppt kriegen wollten. Doch abends standen diese Punkte immer noch auf unserer To-Do-Liste. Der einzige Unterschied? Es waren noch ein paar mehr Aufgaben dazu gekommen. Nachts wälzte ich mich dann hin und her, und ging in Gedanken meine Aufgabenlisten rauf und runter. So sah nicht jeder unserer Arbeitstage aus. Aber doch immerhin so viele, dass wir dringend etwas ändern wollten. Deshalb schauten wir uns um und entdeckten die Methode „Getting Things Done“ von David Allen.Wir wissen nicht, ob es David Allen auch so ging. Aber auf jeden Fall will er mit der Methode „Getting Things Done“ (GTD) ein Mittel gegen solche Arbeitsalptraumtage in peto haben. Der Ansatz ist schon recht komplex. Wenn du sie einführen willst, muss also dein Leidensdruck schon ein bisschen höher sein, damit du genug Motivation mitbringst, um eine ganze Reihe von Gewohnheiten in deinem Alltag zu verändern und di Aufgaben in deinem Arbeits- als und deinem Privatleben anders zu verwalten. Denn das ist das Besondere an GTD: Du hast alle Aufgaben in einer zentralen Sammelstelle – egal, ob es um's Einkaufen, Verreisen, die Buchhaltung oder deinen Job geht.Warum lohnt sich GTD?Natürlich gibt es immer mal Tage, an denen alles Drunter und Drüber geht. Doch Schluss muss damit sein, wenn du vor lauter Kleinkram die wirklich wichtigen Aufgaben vergisst – vor allem, wenn es deine Lebensträume sind, die du immer hinter die Erwartungen und Spontanwünsche der anderen stellst. Ja, und natürlich, wenn der Berg an Dingen, an die du permanent denken musst, dich so stressen, dass du krank und unglücklich wirst.Deshalb geht es bei GTD vor allem um zwei Dinge: Erstens verspricht es, dass du immer einen Überblick über alle Aufgaben hast, die zur Zeit anliegen (horizontale Übersicht). Und zweitens hast du immer eine Priorisierung. Du weißt also, welche Aufgaben wie wichtig (für dich) sind.Die Vorteile von GTDÜberblick: Du kennst deine Aufgaben und weißt, was wie wichtig und/oder eilig ist. Du vergisst nichts.Struktur: Du hast eine praktische und erprobte Anleitung, wie du vorgehen kannst.Kontext: Du sortierst deine Aufgaben anhand ihrer Ähnlichkeit (zum Beispiel alle Telefonate, Gesprächstermine, Besorgungen, etc.). Und zwar egal, ob sie privat oder beruflich sind.Einfachheit: Für GTD brauchst du im Prinzip nicht viel mehr als Papier und Stift.Die Vorgehensweise von GTDUm „Getting Things Done“ einzuführen, solltest du dir ein bisschen Zeit nehmen. Viele halten zwei Tage für einen guten Zeitraum. Es hängt aber natürlich vor allem davon ab, wie viele Aufgaben du zu bewältigen hast, wie komplex deine Projekte sind – und, naja, wie ordentlich du bislang deine Aufgabenverwaltung gemacht hast. Nun legst du dir folgendes an:Einen TerminkalenderEingangsboxen wie einen Postkorb, ein Notizbuch oder ein Mail-Postfach (je weniger, desto besser)Eine Liste aller laufenden ProjekteFür jedes Projekt eine Liste der nächsten SchritteEine Materialsammlung für jedes laufende ProjekteEin Archiv, indem du alles alphabetisch ablegst, was du im Moment nicht brauchst, aber vielleicht später.43 GTD-Ordner, am besten ein Hängeregister mit 12 Hängeordnern pro Monat und 31 kleineren Mappen für jeden Tag eines Monats. Jeden Morgen leerst du die Mappe für den heutigen Tag und steckst die leere Mappe in den Ordner des kommenden Monats. So hast du immer die aktuellen Aufgaben auf deinem Tisch. Am Monatsanfang leerst du den Ordner diesen Monats und sortierst alle Unterlagen in die jeweils richtigen Tagesmappen.GTD – so geht’sDamit ist gemeint, dass du dir einen Überblick über alle Projekte verschaffst, die dich betreffen. Dazu gehst du folgendermaßen vor:1. Alles in die EingangsboxenLeg dir Eingangsboxen zu und sammele dort alle Aufgaben, die an dich herangetragen werden: Emails in einem speziellen Email-Postfach, eigene Notizen in deinem Notizbuch, Post in einem Postkorb. Jeden Tag leerst du diese Sammelstellen.2. Notiere allesNotiere dir außer dem wirklich immer alles, was zu tun ist. Ganz egal, ob du die Blumen bei deiner Nachbarin gießen musst, während sie in Urlaub ist; du zum Yoga gehen willst; du den Müll rausbringen musst; oder dein Traumprojekt vorangetrieben werden will. Warum? Es entlastet dein Gehirn, wenn du weißt: „Ich muss an nichts mehr denken. Ich habe alles aufgeschrieben. Ich kann nichts mehr vergessen“. Und du wirst ruhig und entspannt!3. Kategorisiere immerzuDann gehst du alles durch und ordnest die Projekte nach Kategorien: Überlege dir bei jedem Punkt auf deiner Liste, ob du ihn wirklich erledigen musst! Und wenn ja, dann frage dich, ob du die Aufgabe sofort erledigen solltest (gibt es akuten Handlungsbedarf?), wann du sie machen solltest oder ob du sie an jemanden delegieren kannst. Alles, was weniger als 2 Minuten dauert, sollst du laut GTD sofort erledigen!4. Erledige Kleines sofortAlles, was länger als 2 Minuten dauert und mehrere Arbeitsschritte erfordert, ist laut GTD ein Projekt. Für jedes Projekt legst du (falls nötig) eine Materialsammlung an. Außerdem planst du deine Projekte immer sorgfältig.5. Plane Projekt mit SorgfaltJedes Projekt sollte so präzise wie möglich geplant sein. Dazu beschreibst du in einem Satz, was du dir als Ergebnis wünschst: Was ist der Zweck des Projektes? Dann machst du ein Brainstorming dazu, was alles notwendig ist, um das Ziel zu erreichen. Danach entscheidest du, was die ersten Schritte sind. Schreibe sie in deinem Notizbuch auf. Wenn du also aufgeschrieben hast: „Ich möchte die Finanzierung meines Traumprojektes sichern“, dann könnte dein erster Schritt sein „Meine Freundin anrufen, die Fundraising macht“.6. Entscheide, wann was zu tun istEntscheide, wann du die ersten Schritte des Projektes angehen willst: Notiere in deinem Terminkalender die nächsten Schritte, mach dir eine Erinnerungsliste für die nächsten Schritte und die Dinge, auf die du in dieser Sache warten musst. Sortiere Materialien oder andere wichtige Unterlagen pro Projekt in deinem Ordnersystem.FazitNicht alle kommen mit diesem recht komplexen System zurecht. Manche finden, es hat zu viel – andere, es habe zu wenig Struktur. So hat zum Beispiel der Minimalist Leo Barbauta die Methode weiter entwickelt und „Zen to Done“ (ZTD) genannt. Was wir besonders gut an GTD finden ist, dass es sich in einem wichtigen Punkt vom klassischen Zeit- und Aufgaben-Management unterscheidet: Du überlegst dir nicht mehr vorher, wie lange du wohl für eine Aufgabe oder ein Projekt brauchst und versuchst das dann einzuhalten. Nein, du brauchst einfach so lange, wie du nun mal brauchst – und danach nimmst du dir die nächste wichtige Aufgabe vor.Wir finden, das entlastet enorm. Denn ersten funktionieren diese Zeitvorgaben unserer Erfahrung ohnehin meistens nicht. Alles dauert immer länger, als man denkt! Und das gibt einem zweitens immer ein negatives Gefühl – so, als hätte man nicht genug geschafft. GTD lenkt dagegen den Blick von der To-Do-Liste auf das, was man alles geschafft hat. Das finden wir gut und motivierend.Also: Probier GTD doch auch mal aus! Allerdings solltest du dir dazu noch mehr Infos holen. Zum Beispiel in dem lesenswerten Buch von David Allen (siehe unten). Wenn du Erfahrungen mit GTD hast, dann hinterlasse doch einen Kommentar und teile mit anderen dein Wissen!Wie ich die Dinge geregelt kriegeSelbstmanagement für den Alltag David Allen, ISBN 978-3-492-30720-8, Piper Verlag, 12,00 EuroBei buch7.de bestellen

Bullet Journaling von Ryder Caroll
Bullet Journaling: Mehr erledigen, weniger tun!

Sich auf die wirklich wichtigen Dinge fokussieren

Wahrscheinlich kennst du den Unterschied zwischen beschäftigt und produktiv sein. Im einen Fall machst du einfach unheimlich viel – und dennoch scheint deine To-Do-Liste immer länger und länger zu werden. Und im anderen Fall kennst du deine Prioritäten ganz genau und erledigst wirklich nur das, was (dir) wirklich wichtig ist. Das Bullet Journaling ist eine super einfache und absolut geniale Methode, um vom ersten in den zweiten Zustand zu gelangen! Was ich wirklich so genial an der Methode des Bullet Journaling finde ist, dassdu außer einem Notizbuch und einem Stift rein gar nichts brauchstdu schnell reinkommst, weil es so einfach istdu die Umsetzung total an dich, deine Bedürfnisse und deine Projekte anpassen kannstund du bei all dem wirklich tolle Ergebnisse bekommst.Was steckt hinter der Idee des Bullet Journaling?Der Erfinder Ryder Caroll litt seit Kindheit am Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) – nur dass das damals noch nicht so genannt wurde und es auch keine Hilfe für Kids wie ihn gab. Deshalb hat er sich über viele, viele Jahre ein System ausgedacht, das ihm hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und – wer hätte das gedacht: Das finden auch Menschen ohne ADHS superhilfreich. Deshalb hat Caroll das mittlerweile für alle Welt zur Verfügung gestellt. Im Internet findest du Tausende von tollen Bildern, wie Menschen ihre Bullet Journals mit wunderschönen Illustrationen und Zeichnungen verschönern. Das brauchst du aber gar nicht (wenn du keine Zeit und/oder kein Faible dafür hast). Wichtig ist im Wesentlichen, dass du herausfindest, wie das Bullet Journaling für dich gut funktioniert.Aufbau eines Bullet JournalsHier beschreibe ich nun, wie ich die Methode von Ryder Caroll anwende. Für die Wochen- und Tagesplanung nutze ich – anders als er – einen normalen Jahreskalender. Das heißt ich mache meine Jahres- und Monatsplanung im Bulett Journal, aber den Rest im Kalender. Das ist aber eigentlich nicht so, wie Caroll sich das gedacht hat (aber es funktioniert gut für mich :-). Und so geht’s:1. Der IndexDer Anfag neines jeden Bullet Journals ist ein Index – also eine Doppelseite, auf der du nach und nach ein Inhaltverzeichnis anlegst. Viele Notizbücher bringen sogar schon so eine Doppelseite am Anfang mit.2. Der JahresplanerDann blätterst du ein oder zwei Seiten weiter und legst du einen Jahresplaner an. Dazu zeichnest du auf einer Seite 2–3 Bereiche für 2–3 Monate an (je nach dem, wie viel Platz du für deine Monatslisten brauchst). Dann hast du auf vier bis 4 oder 6 Seiten jeweils Bereiche für die kommenden 12 Monate. Schreibe jeweils den Monatsnamen hinein. Trage an die Aufgaben, Termine und Projekte dort ein, wo sie zeitlich zu tun sind. Trage den Jahresplaner im Index inklusive Seitenzahl ein.Diesen Jahresplaner nutze ich nur für Dinge, die ich im Hinterkopf behalten muss, weil sie in 2 oder 3 Monaten anfallen. Meine Hauptplanung mache ich im Monatsplan:3. Dein MonatsplanDann blätterst du eine Seite weiter und schreibst über eine leere Seite den Namen des aktuellen Monats. Schreibe hier eine Liste auf, was du alles in diesem Monat erledigen möchtest oder musst. Trage den Monatsplan im Index inklusive Seitenzahl ein.4. Dein WochenplanBlättere nun wieder weiter und lege dir für diese Woche auf einer Doppelseite Felder für die 7 Tage an. Hier gibt es unterschiedliche Aufteilungen. Welche für dich passt, musst du herausfinden. Ich finde es gut, wenn ich für die 7 Tage im oberen Teil der Doppelseite Spalten habe. Im unteren Teil der Doppelseite habe ich dann eine querformatigen Bereich für die Wochenliste und Routineaufgaben, die zum Beispiel täglich zu erledigen sind. Du kannst aber auch die linke Seite für deine Wochenliste und die Routineaufgaben nutzen und auf der rechten Seite 7 Felder für die 7 Wochentage anlegen.Wie auch immer du es gerne hast, frage dich am Anfang der Woche, was du alles tun möchtest oder musst. Liste alles in der Wochenliste auf. Schaue dazu auch in deine Monatsplanung. Es kann sei, dass du dazu größere Aufgabenpakete (aus der Monatsliste) in kleinere Aufgaben für diese Woche herunterbrechen musst. Wenn in deiner Monatsplanung etwa steht „Urlaub planen“, dann könnte in deiner Wochenliste „Reiseziele recherchieren & auswählen“ stehen. Das wäre also eine Teilaufgabe der Gesamtaufgabe „Urlaub planen“. Notiere dir Termine am jeweiligen Wochentag ein. Trage den Wochenplan im Index inklusive Seitenzahl ein.5. Dein TagesplanAm Anfang jeden Tages schaust du in deine Wochenliste und wählst aus, was du heute tun möchtest oder musst. Auch hier kann es sein, dass du größere Aufgaben in kleinere herunterbrichst. Aus „Reiseziele recherchieren & auswählen“ könnte dann vielleicht werden „Max anrufen, der immer so gute Reisetipps hat“. Trage den Tagesplan im Index inklusive Seitenzahl ein.Am nächsten Morgen bei deiner nächsten Tagesplanung, kannst du auch prüfen, was von den gestrigen Aufgaben erledigt und was liegen geblieben ist. Nutze dies, um dich zu fragen, woran das liegt: Hast du dir zu viel vorgenommen? War etwas dabei, was du nicht tun möchtest? Was nicht so wichtig ist? Wenn etwas dabei ist, was du weder tun möchtest noch musst, dann streiche aus aus deiner Tagesliste.6. Deine WochenauswertungAm Ende der Woche gehst du die Liste aus der vergangenen Woche durch und überlegst auch hier wieder:Welche Aufgaben habe ich erledigt? Wie lief es? Was habe ich daraus gelernt? (Klopf dir dafür auch ruhig auf die Schulter und wertschätze dich selbst!)Welche Aufgaben habe ich nicht erledigt? Woran liegt das? Zeitmangel? Falsche Prioritäten? Fehlende Motivation? Überlege dir, ob du diese Aufgaben auf die Liste der folgenden Woche setzen möchtest, ob du sie auf später vertagst oder ganz streichst.Danach machst du deine nächste Wochenliste und deine Tagesplanungen wie oben beschrieben. Bis der Monat zu Ende ist. Dann kommt:7. Deine MonatsauswertungHier wiederholt sich im Grunde der Reflexionsprozess der Tages- und Wochenauswertung – nur eben auf einem nächst höheren Level. Stelle dir die gleichen Fragen, die du dich auch für die Wochenauswertung gefragt hast. Streiche und verschiebe Aufgaben, wie es für dich richtig ist. Erstelle mit diesen Erkenntnissen deine nächste Monatsplanung.FazitDas Bullet Journal ist so einfach wie effektiv. Das macht für mich die ganz große Klasse der Idee aus. Auch wenn das Bullet Journaling, wie es Ryder Caroll macht, noch etwas komplexer ist, als meine Variante (mehr Infos dazu über die Links im Kasten unten). Außerdem kann dein Bullet Journal neben dem Planungsteil, den ich oben beschrieben habe, noch viele weitere Informationen enthalten. Mein Bullet Journal ist auch voll von Infos zu Projekten, Rechercheergebnisse, Notizen, Listen für Projekte und Aufgaben, Ideen, Literatur- und Filmtipps, Skribbels und alles mögliche andere. Alles kannst du im Index fein und säuberlich indexieren. Das hilft dir zum Beispiel auch super, wenn du auf den Seiten 21, 43 und 50 jeweils Notizen hast, die ein und das selbe Projekt betreffen. Dann kannst du im Index einfach den Projektnamen notieren und rechts daneben alle Seitenzahlen und siehst auf einen Blick, wo in dem ganzen Seitenwust sich die wichtigen Infos verbergen.Bullet Journaling – Buch, Website & AppViele weiter Informationen und Tipps sowie tolle Geschichten rund um die Erfolg beim Bullet Journaling findest du in dem lesenswerten und wirklich unterhaltsam geschrieben Buch von Ryder Caroll. Auch auf seiner Website bulletjournal.com gibt es sehr viele, gute Erklärungen und Anleitungen. Und schließlich kannst du dir auch eine App herunterladen für Android und iOS.

Tiefe Ökologie, entwickelt von Joanna Macy
The Work: Lieben was ist von Byron Katie
Wir verlosen 5 mal ein Exemplar "Faironomics" an Menschen, die anderen eine Freude machen wollen.
Verlosung: Verschenke ein Buch

Kennst du einen Menschen, der eine super Idee hat für eine öko-soziales Projekt – oder der ein ganz tolles Projekte für den öko-fairen Wandel bereits am Laufen hat? Und würdest du diesem Menschen gerne eine Freude machen, ihm Inspiriation, Ermutigung und Anregungen schenken?Dann mach mit bei unserer Verlosung!Zum Start unseres neuen Buches "Faironomics" verlosen wir 5 x 1 Exemplar.Du kannst bis zum 10. Juni 2019 (24 Uhr) teilnehmen. Und so einfach geht das:Schritt 1: Wer soll das Buch bekommen?Schreibe unter diesem Beitrag als Kommentar, auf Facebook oder per Email, wem du warum das Buch schenken möchtest. Du kannst dabei Namen und Projekt nennen (inklusive Website oder Facebook-Seite) – oder das Ganze anonym machen (so nach dem Motto "Mein Nachbar organisiert ein Repair-Café" oder "Meine Schwester will sich mit einem Unverpackt-Laden selbständig machen")Schritt 2: Wie lautet die Widmung?Schreibe uns – wenn du möchtest – auch deinen Text für die Widmung! Das ist deine Gelegenheit, ihm oder ihr zu sagen, warum du es so toll findest, was er oder sie macht!Schritt 3: Gewinne mit etwas Glück!Schreibe uns bis zum 10 Juni 2019 um 24 Uhr! Denn am 11. Juni ziehen wir die fünf Gewinner*innen! Wir nehmen Kontakt zu dir auf. Wenn du eine Widmung möchtest, schreiben wir sie dir ins Buch und senden es dir zu.Wir wünschen dir viel Glück und drücken dir die Daumen!!!

Ilona Koglin, faironomics.de: Eine bessere Welt ist jetzt sofort möglich – wenn du es willst!

Ilona Koglin: Faironomics.de